Microsoft Patent: Schneller Dual-Boot mit Hypervisor

Windows 8 Microsoft hat ein Patent beantragt, das ein Konzept beschreibt, bei dem Schnellstart-Betriebssysteme mit reduziertem Funktionsumfang zusammen mit einem Allzweck-OS wie Windows in einer Dual-Boot-Konfiguration verwendet werden sollen. Das Patent betrifft nach Angaben von Microsoft-Spezialist Long Zheng den "Schnellen Start eines Computing-Geräts für eine spezialisierte Nutzung", bei der nur wenige bestimmte Funktionen zur Verfügung stehen sollen. In diesem Fall soll sich der PC dann eher wie ein Elektronikgerät anfühlen, mit dem unter anderem Medieninhalte genutzt werden können.

Derartige Ansätze gibt es bereits seit langem, werden doch von einigen PC-Herstellern simple Linux-Varianten für einen schnellen Start und Zugriff auf E-Mail, Browser und Musik zusammen mit einem vollwertigen Windows im Dual-Boot installiert. Microsoft erweitert dieses Konzept jedoch durch die Verwendung eines Hypervisors.


Beide Betriebssysteme sollen also auf einem Hypervisor laufen, so dass nach dem Laden des Schnellstartsystems im Hintergrund das vollwertige Betriebssystem gestartet werden kann. Sind beide Systeme dann parallel in Betrieb, sieht Microsofts Konzept die Möglichkeit zu einem für den Nutzer unmerkbaren Umschalten zwischen ihnen vor.

Das Ziel ist dabei offenbar, die Vorteile eines funktionsbeschränkten Schnellstart-Betriebssystems mit denen eines deutlich flexibleren aber länger ladenden Systems zu verbinden. Microsoft könnte die in dem Patent beschriebene Technologie bei Windows 8 nutzen, um das in früher veröffentlichten Dokumenten beschriebene "Direct Experience" zu ermöglichen.
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