Surface 2.0 Display kommt mit Touch in jedem Pixel
Microsoft kooperiert bei Surface "2.0" mit dem koreanischen Computer- und Display-Hersteller Samsung und dem Chiphersteller AMD. Samsung liefert mit dem SUR40 ein 40-Zoll-Display mit hoher Auflösung, das die von Microsoft entwickelte Pixel Sense-Technologie nutzt.

Mit ihrer Hilfe können Berührungen und Gesten pixelgenau erkannt werden, weil in jedem einzelnen Bildpunkt des Displays Infrarotsensoren sitzen. Durch die Verwendung von Pixel Sense, wofür Microsoft vor einigen Monaten ein Patent angemeldet hatte, können nun Finger, Hände und Objekte genau erkannt werden.
Außerdem ist es möglich, hochauflösende Fotos von Gegenständen aufzunehmen, die über der Display-Oberfläche platziert werden. Bisher nutzte Microsoft Surface Kameras, um die Berührungspunkte zu erkennen. Da diese durch die Integration der Infrarotsensoren in das Display selbst wegfallen, ist das neue Surface-Display weniger als 10 Zentimeter dick.
In dem Gehäuse steckt neben dem eigentlichen Display auch die gesamte Hardware eines vollwertigen PCs mit Windows 7. Als Basis dient eine Mehrkern-CPU von AMD, die zusammen mit einer Grafikkarte des gleichen Herstellers verbaut wird.
Um das Surface-Display vor Schäden zu schützen, besitzt es eine Abdeckung aus dem so genannten Gorilla Glass der Firma Corning. Noch nie zuvor habe man das extrem widerstandsfähige Material bei einem Display dieser Größe eingesetzt, hieß es dazu von Microsoft.
Vorläufig will Microsoft Surface weiterhin nur für kommerzielle Anwendungen anbieten. Wahrscheinlich sind die weiterhin sehr hohen Kosten der Hardware dabei der Hauptgrund. Zum Preis machte Microsoft noch keine Angaben. Das neue Surface-System soll aber noch in diesem Jahr von der Royal Bank of Canada verwendet werden.

Bildquelle: Long Zheng
Dazu hat Microsoft zusammen mit seinen Partnern eine Reihe von speziellen Anwendungen entwickelt. Diese können von den Kunden der Bank genutzt werden, um Informationen über deren Dienstleistungen abzurufen. Die pixelgenaue Erkennung von Objekten wird außerdem dazu genutzt, Gewinnspiele mit Hilfe von Werbemitteln abzuwickeln, die den Kunden zuvor per Post zugeschickt wurden.
Darüber hinaus arbeiten verschiedene Softwarehersteller an weiteren Surface-Anwendungen, die unter anderem das Erstellen von interaktiven Präsentation per Touch-Display, Multiplayer-Spiele, den Abruf von Touristeninformationen, Immobiliendaten und Karten, Fotomanagement und einfache Bildbearbeitung ermöglichen.
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