Oracle will sich auch einen Chiphersteller kaufen

Wirtschaft & Firmen Der Software-Konzern Oracle will nach der Übernahme von Sun Microsystems weiter in den Aufbau eines eigenen Hardware-Geschäfts investieren. Das teilte Konzernchef Larry Ellison mit. "Sie könnten erleben, dass wir einen Chiphersteller kaufen", erklärte er gestern auf einer Analystenkonferenz. Dies würde es dem Unternehmen ermöglichen, speziell angepasste Halbleiter-Komponenten für jene Sun-Server zu entwickeln, die bereits jetzt für den Betrieb mit Oracle-Applikationen optimiert werden.

Weiterhin hätte Oracle auch gern einen Produzenten von Storage-Systemen als Basis für seine Datenbanken im Portfolio. Dies wäre vor allem ein Generalangriff auf den Hersteller NetApp, der rund 60 Prozent seines Umsatzes mit Storage-Servern für Oracle-Datenbanken generiert.

"Diese 60 Prozent hätten wir gern für uns selbst", stellte Ellison klar. Der Konzern folgt also einem Trend, der sich auch bei verschiedenen anderen großen IT-Konzernen beobachten lässt: Zunehmend liefern diese nicht mehr einzelne Produkte, die dann von den IT-Abteilungen der Kunden kombiniert werden, sondern versuchen, Rundum-Sorglos-Pakete aus Hardware, Software und Support bereitzustellen.
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