France Telecom: Fünf weitere Selbstmord-Fälle

Wirtschaft & Firmen Innerhalb von zwei Wochen haben sich in den Kreisen von France Telecom-Mitarbeitern insgesamt fünf Selbstmorde ereignet. Unklar ist gegenwärtig, ob diese in Verbindung mit den Arbeitsbedingungen im Unternehmen stehen. Aus diesem Grund hat die zuständige französische Gewerkschaft nun eine umfassende Untersuchung angeordnet. Schon ein Anfang dieses Jahres veröffentlichter Untersuchungsbericht erhob schwere Vorwürfe gegen die mittlerweile abgelöste Konzernspitze.

Völlig unzureichend wurde damals auf die Hinweise der Gewerkschaften, Ärzte und Krankenkassen reagiert, heißt es. Die Rede war in diesem Zusammenhang unter anderem von Mobbing, berichtet 'Focus'.

Ein Todesfall wurde im vergangen Juli erstmals als Arbeitsunfall anerkannt. Ein 51-jähriger Mitarbeiter der France Telecom gab in seinem Abschiedsbrief ausdrücklich die Bedingungen im Unternehmen als Grund für seinen Selbstmord an. Auf diese Weise konnten die Angehörigen eine Hinterbliebenenrente erwarten.

Insgesamt ist die Zahl der Todesfälle bei der France Telecom in diesem Jahr auf 23 gestiegen. 58 Suizide wurden seit 2008 bei dem Unternehmen mit mehr als 100.000 Angestellten gezählt.
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