Trotz verkaufsstarker Wii: Nintendo macht Verlust
25,2 Milliarden Yen beträgt der Nettoverlust, umgerechnet sind das rund 221 Millionen Euro. Im gleichen Vorjahreszeitraum wurde noch ein Gewinn über 370 Millionen Euro eingefahren. Das liegt vor allem an den fehlenden Umsätzen, die von 2,22 auf 1,65 Milliarden Euro zurückgegangen sind.
Als Ursache nennt Nintendo Abschreibungen, die durch den Wechselkurs bedingt sind, immerhin verdient das Unternehmen inzwischen über 80 Prozent des Geldes im Ausland. Auch neue interessante Spiele fehlen, um das Geschäft zu beleben. Lediglich "Super Mario Galaxy 2", was zwar auch nur eine Fortsetzung ist, verkaufte sich 4,09 Millionen Mal.
Obwohl die Wii inzwischen als technisch überholt gilt, verkauft sie sich besser als zuvor. 3,04 Millionen Mal ging die Spielekonsole im zweiten Quartal über die Ladentheke - im Vorjahr waren es 2,23 Millionen Exemplare. Bei der portablen Konsole DS kann man genau das Gegenteil beobachten. Wurden 2009 noch 5,7 Millionen Verkäufe registriert, waren es 2010 nur noch 3,15 Millionen.
Auch das Ende letzten Jahres veröffentlichte Jump & Run "New Super Mario Bros." verkaufte sich im zweiten Quartal 2010 noch 1,1 Millionen Mal. Der Umsatz mit Wii-Spielen schrumpfte trotzdem um 9 Prozent auf 28,17 Millionen Euro. Bei den DS-Titeln fällt das Minus mit 22,9 Prozent sogar noch größer aus.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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