Fraunhofer: IPTV unterwegs stabil wie im Kabelnetz
"Future Seamless Communication Playground" (FUSECO Playground) heißt das Tool. Es ermöglicht nach Angaben des Instituts die Entwicklung, Optimierung und Erprobung von mobilen Breitbandanwendungen. Insbesondere Multimedia-Dienste wie IPTV stehen dabei im Mittelpunkt.
Wie die FOKUS-Forscher ausführen, sollen beispielsweise wackelige Verbindungen beim Empfang einer Live-Übertragung per Stream über das Mobilfunknetz der Vergangenheit angehören. FUSECO Playground soll letztlich eine Übertragungsqualität sicherstellen, die jener einer Kabel-basierten Verbindung in nichts nachsteht.
Die Umgebung ermöglicht es demnach, Netzkomponenten und Protokolle nach Bedarf zu erweitern und anschließend Feldtests durchzuführen. Bei der Entwicklung der Technologie arbeitete man mit der Technischen Universität Berlin, dem Fraunhofer Heinrich-Hertz Institut und den Deutschen Telekom Laboratories zusammen.
"Mit dem FUSECO Playground ist es möglich, Technologien für mobile Breitbanddienste und Endgeräte, vor allem Smartphones und Tablet PCs, unabhängig von Geräteherstellern, Mobilfunknetzbetreibern und Anbietern zu entwickeln", sagte Thomas Magedanz von Fraunhofer FOKUS.
In die Entwicklung können dabei die Funktionen und Komponenten von aktuellen und zukünftigen Mobilfunknetzen einbezogen werden. Dazu gehören Femtozellen (Mini-UMTS-Stationen für Haushalte und Büros), 3G-Netze, WLAN und insbesondere auch die kommenden LTE-Infrastrukturen.
Den Kern von FUSECO Playground bildet der "Open Evolved Packet Core" (OpenEPC). Dieser ermöglicht die Zusammenführung IP-basierter Dienste aus mehreren Funkzellen. Dadurch soll es beispielsweise möglich sein, IPTV-Applikationen stets mit ausreichend Bandbreite auszustatten, damit Live-Übertragungen unterwegs nicht unterbrochen werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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