2010 erstmals mehr als 5 Mrd. Handys im Einsatz
Ende 2009 zählte man demnach global 4,6 Milliarden Mobilfunk-Verträge. Das entspricht einer Marktdurchdringung von durchschnittlich 67 Prozent. Allerdings ist die Kluft zwischen Industriestaaten und den weniger entwickelten Ländern noch gewaltig, so die ITU, eine Unterorganisation der UNO.
In den meisten Industriestaaten liegt die Marktsättigung demnach bei über 100 Prozent. Es gibt hier also mehr angemeldete Handys als Einwohner. In den Entwicklungsländern wird derzeit hingegen ein Wert von 57 Prozent verzeichnet. Dieser hat sich allerdings seit 2005, als noch 23 Prozent zu Buche standen, mehr als verdoppelt.
Die ITU geht derzeit nicht davon aus, dass die Weltwirtschaftskrise einen nennenswerten Einfluss auf die Mobilfunkbranche haben wird. Dies begründet sie mit der Aufbruchstimmung in Sachen Datennutzung. Die Netzbetreiber seien derzeit weltweit damit beschäftigt, ihre Infrastrukturen aufzurüsten, um dem schnell steigenden Bedarf nach möglichst schnellen, mobilen Internet-Anbindungen gerecht zu werden.
Nach Schätzungen der Organisation greifen weltweit inzwischen 1,7 Milliarden Menschen über ihr Mobiltelefon auf das Internet zu. Das entspricht einem Anteil von 26 Prozent an der Weltbevölkerung - also schon mehr als ein Viertel. In verschiedenen Staaten stellt dies derzeit die günstigere Verbindung zum Internet dar, da ein Handy ohnehin vorhanden ist und man sich nicht extra einen teuren PC zulegen muss.
Das gilt aber vor allem für Länder wie China oder Indien. In den ärmeren Regionen Afrikas ist die Situation grundlegend anders. Hier kostet eine 3G-Anbindung oft das Fünffache eines monatlichen Durchschnittseinkommens.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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