Chaos Computer Club fordert digitale Intimsphäre

Weitere Messen Beim 26. Chaos Communication Congress in Berlin legt der Chaos Computer Club (CCC) den Fokus auf den Kampf gegen den Abbau der Privatsphäre. Der CCC-Sprecher Frank Rieger fordert ein Recht auf freie Kommunikation und eine digitale Intimsphäre. "Man könnte den Eindruck gewinnen, das einzige, was zwischen uns und dem Überwachungsstaat steht, sind die technische Inkompetenz der Überwacher und das Bundesverfassungsgericht", sagte Rieger laut einem Artikel von 'derStandard' am Sonntag.

In seinem Vortrag betonte Frank Rieger, dass es nicht ausreiche, sich gegen die "Überwachungsgesetze" nur juristisch zu wehren. Die Urteile des Bundesverfassungsgerichts müssen auch in der Rechtsrealität ankommen, sagte der CCC-Sprecher. Aus diesem Grund will der Chaos Computer Club künftig verstärkt versuchen, die Netzgemeinde über die neuen Medien zu mobilisieren.

Zudem spricht sich Rieger für mehr Transparenz im Umgang mit persönlichen Daten von Bürgern aus. Mindestens einmal im Jahr müssten staatliche Stellen und Firmen mitteilen, welche Daten sie von den Bürgern haben, sagte er.

Darüber hinaus rief er zur Gründung einer staatlich finanzierten, unabhängigen "Stiftung Datenschutz" auf. Diese Stiftung soll sodann die Datenschutzpolitik von Unternehmen kontrollieren.

Der 26. Chaos Communication Congress findet seit gestern im Kongresszentrum Berlin-Mitte statt. Die Veranstalter rechnen mit über 3000 Besuchern. Zum Auftakt der Veranstaltung wurden die meisten Tickets bereits verkauft.

Die Forschungsgemeinschaft elektronische Medien der TU Ilmenau überträgt die Veranstaltungen in den drei Sälen des BCC live per Stream in das Internet. Wegen technischen Problemen kam es gestern allerdings zu Ausfällen.
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