Spitzelaffäre: Ex-Telekom-Chef Ricke will aussagen
"Wir fahren demnächst nach Bonn, und Ricke wird dort Rede und Antwort stehen", sagte sein Anwalt Rainer Hamm gegenüber dem 'Handelsblatt'. Er sei sich sicher, dass die Staatsanwaltschaft dann von einer Anklage gegen den früheren Chef der Telekom absehen werde.
Bereits seit dem Mai vergangenen Jahres laufen die Ermittlungen. Dass Ricke erst jetzt eine Aussage machen will, begründet sein Anwalt damit, dass er erst spät Einblick in die Akten nehmen konnte. Was die Spitzelaffäre angeht, habe sich sein Mandant nichts vorzuwerfen - auch wenn er im fraglichen Zeitraum dem Konzern vorstand.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt, weil Mitarbeiter der Konzernsicherheit vor einigen Jahren unbefugt auf die Verbindungsdaten von Mitgliedern des Aufsichtsrats, Gewerkschaftern und Journalisten zugriffen. Damit sollte eine undichte Stelle ausfindig gemacht werden, die Informationen an die Presse weitergab.
Ricke habe nach Angaben des Anwalts zwar angeordnet, nach dem Informanten zu fahnden. Er wusste demnach aber nicht, dass seine Mitarbeiter dabei illegale Methoden nutzten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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