Browserwahl: Laut Opera weitere Änderungen nötig

Browser Nachdem Microsoft und die EU gestern bekannt gaben, dass man das Menü zur Wahl eines Standard-Browsers zunächst ausführlich von Anwendern testen lassen will, hat Opera auch den geänderten Vorschlag von Microsoft als nicht ausreichend kritisiert. In einer Stellungnahme hieß es, dass weitere Änderungen nötig sind, um das Auswahlmenü effektiver zu machen. Operas Technologiechef Hakon Wium Lie zufolge wird auch das modifizierte Menü in seiner jetzigen Form eine Wettbewerbsverzerrung zugunsten von Microsoft nicht effektiv verhindern können.

Es sind seiner Meinung nach jedoch nur noch kleinere Änderungen notwendig, um das Browserwahl-Menü lohnenswert zu machen. Opera hatte die Ermittlungen der EU durch eine im Jahr 2007 eingereichte Beschwerde wegen der Bündelung des Internet Explorer mit Windows ausgelöst. Statt den Microsoft-Browser aus dem Betriebssystem zu entfernen, soll nun das erwähnte Wahlmenü eingeführt werden.

Die EU-Kommission und Microsoft hatten gestern bekannt gegeben, dass sie ein gegenüber früheren Vorschlägen modifiziertes Auswahlmenü zunächst testen lassen wollen. Bis 7. November 2009 haben Anwender und die Hersteller von Hardware und Software nun die Möglichkeit, ihre Meinung zu dem neuen Konzept zu äußern. Eine Einigung würde das Ende jahrelanger Ermittlungen gegen Microsoft bedeuten.
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