IBM entwickelt neuartige Multimedia-Suchmaschine
Das Projekt trägt den Namen SAPIR, eine Abkürzung für "Search in Audio-Visual Content Using Peer-to-Peer Information Retrieval". Während bestehende Bild- und Video-Suchmaschinen fast ausschließlich mit Meta-Daten und den Texten im unmittelbaren Umfeld arbeiten, um Inhalte zu erkennen, geht man bei SAPIR weiter.
An erster Stelle steht hier die Analyse der Farben, des Layouts, der Formen und des Tons. Die Ergebnisse werden dann mit bereits bekannten Fotos und Videos abgeglichen, um dem Inhalt jeweils möglichst nahe zu kommen. Noch funktioniert die Technologie allerdings recht ungenau, gestanden die Entwickler ein. Wichtige Ansätze seien aber bereits vorhanden.
Der neue Suchalgorithmus soll nicht nur in herkömmlichen Suchmaschinen zum Einsatz kommen, sondern auch neue Anwendungen vor allem im mobilen Bereich ermöglichen. Denkbar ist beispielsweise eine Produktsuche, bei der ein Anwender mit seinem Handy einfach einen bestimmten Artikel fotografiert. Er soll dann automatisch passende Vergleichsangebote geliefert bekommen.
Ihren Ursprung hat die neue Technik in den IBM-Forschungslabors in Israel. Beteiligt sind aber auch Forscher des deutschen Max-Planck-Instituts und verschiedener europäischer Universitäten und Unternehmen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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