Tod von Michael Jackson sorgt für Internet-Probleme
Lange Zeit herrschte gestern Unklarheit über den Zustand des Sängers. Als erstes berichtete die US-Boulevard-Seite TMZ über den Herzanfall von Michael Jackson. Um 14:44 Uhr Ortszeit wurde die Meldung dann mit der Todesnachricht aktualisiert. Viele US-Medien wollten den Bericht anfangs nicht übernehmen, da keine Bestätigung vorlag.
Dies führte bei der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia dazu, dass zahlreiche Nutzer den Eintrag über das Pop-Idol aktualisieren wollten. Andere dagegen wollten diese Meldung als unbewiesen kennzeichnen, was zu einem stundenlangen Hin und Her führte. Die dadurch erzeugte Last ließ die Wikipedia sogar kurzzeitig zusammenbrechen.
Der Microblogging-Dienst Twitter meldet, dass sich zu Spitzenzeiten 15 Prozent aller Nachrichten mit dem Tod von Michael Jackson beschäftigt haben. Zum Vergleich: Die Wahl im Iran, die zuletzt das populärste Thema bei Twitter war, haben zu keiner Zeit die 5-Prozent-Marke überschritten. Zuerst wurde über den Zustand des King of Pop spekuliert - nachdem der Tod feststand, folgten tausende Beileidsbekundungen.
Internet-Betrüger nutzen die Gelegenheit, um eine neue Spam-Welle ins Rollen zu bringen. Das Internet Storm Center warnt vor Spam-Mails, die den Tod von Michael Jackson und Farrah Fawcett, die einem Krebsleiden erlag, als Aufmacher nutzen.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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