"Star Droid": Google identifiziert Sterne per Handy
"Star Droid" heißt die Applikation. Smartphone-Nutzer können sie nutzen, indem sie die Kamera ihres Mobiltelefons auf den Nachthimmel richten. Die Software bestimmt per GPS den Standort des Anwenders und gleicht die Muster der Stern-Anordnung mit passenden Himmelskarten ab.
Auf dem Display werden die erkannten Planeten und Sterne anschließend mit Namen versehen. Auf Wunsch lassen sich weitere Informationen abrufen - wie beispielsweise die Entfernung zur Erde und weitergehende Daten über das jeweilige Objekt. Einen Veröffentlichungstermin nannte das Unternehmen aber noch nicht.
Seitens der Wissenschaft hofft man, dass Anwendungen wie Star Droid dabei helfen, das Interesse am Nachthimmel wieder stärker zu wecken. "Es hört sich so an, als ob diese Entwicklung sehr nutzvoll dabei sein kann, den Menschen etwas darüber zu vermitteln, was sie sehen", sagte Carolin Crawford von der Cambridge University, die einmal wöchentlich öffentliche Astronomie-Abende anbietet, dem britischen 'Telegraph'.
Wegen des zunehmenden Lichtsmogs in den Großstädten hatten in den letzten Jahrzehnten immer weniger Menschen regelmäßig einen freien Blick zu den Sternen. Dem entsprechend gibt es immer weniger Menschen, die aus dem Stand Sternbilder oder Planeten identifizieren können.
Crawford äußerte aber auch Skepsis über die Funktionalität der Software. Es müsse sich in der Praxis erst zeigen, ob die Handy-Kameras gut genug sind, um das wenige Licht von Sternen für die Auswertung aufzunehmen - immerhin seien die meisten Objekte am Himmel wesentlich weniger leuchtstark als beispielsweise die Venus.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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