Engpass droht: Apple bestellt 100 Mio. Flash-Chips

Wirtschaft & Firmen Der Computerhersteller Apple hat erneut eine Großbestellung von Flash-Chips an Samsung geschickt. 100 Millionen NAND-Bausteine mit einer Speicherkapazität von je 8 Gigabit sollen es sein. Es sei davon auszugehen, dass es dadurch zu Lieferengpässen kommt, berichtet das taiwanische Branchenmagazin 'DigiTimes' unter Berufung auf Kreise bei Zulieferern. Auch bei anderen Herstellern dürfte bald Knappheit herrschen, da auch Nokia und Sony kürzlich größere Mengen geordert haben.

Erst Ende Mai werden die Engpässe wohl wieder überwunden sein. So lange benötigen die Produzenten, ihre Werke wieder auf die volle Produktionsleitung umzustellen. Die Kapazitäten waren zuletzt reduziert worden, um die Überproduktion der letzten Monate abzubauen.

Derweil wittern offenbar kleinere Hersteller Chancen, von der Situation zu profitieren. Konzerne wie Samsung müssen unter Umständen bei diesen Flash-Chips oder Wafer erwerben, um ihre Lieferzusagen einhalten zu können.

Hintergrund der Großbestellungen sind vermutlich Spekulationen um eine weitergehende Preissteigerung. Die Großhandelspreise stiegen zuletzt um 16 Prozent, nachdem die Überproduktion weitgehend beseitigt war. Apple und andere Gerätehersteller schlugen nun zu, bevor es zu weiteren Preissteigerungen kommt.
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