Online-Einkauf: EU will die Rechte der Käufer stärken
Das Gesetzespaket soll dafür sorgen, dass die Rechte der Online-Käufer gestärkt werden und Online-Händler ihre Beschränkungen für Einkäufe aus dem Ausland abschaffen. Ein Dorn im Auge sind Kuneva vor allem Anbieter, die verhindern wollen, dass ihre Produkte billiger im Ausland verkauft werden können.
Im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin sagte Kuneva, dass man gegen eine derartige Praxis mittels Gesetzen vorgehen müsse. Es sei inakzeptabel, dass die EU-Bürger bislang oft nicht von den Vorteilen des EU-Binnenmarktes profitieren würden, so die EU-Kommissarin.
Als Beispiel für die Abschottung von Kunden aus dem Ausland nannte Kuneva die Situation für deutsche Online-Shopper. Zwar sei die Zahl der deutschen Bürger die im Internet einkaufen mittlerweile auf 40 Prozent gestiegen, nur sechs Prozent würden jedoch auch Waren im Ausland erwerben, obwohl sie dort oft günstiger sind.
"Viele Verbraucher ärgern sich über diese Praxis - und das zu Recht", so Kuneva über die Tatsache, dass Online-Shops oft keine Kreditkarten aus dem Ausland zulassen. "Sobald ich genügend handfeste Beweise habe, werde ich aktiv. Es kann nicht sein, dass nur die Wirtschaft vom EU-Binnenmarkt profitiert."
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