XP auf dem '100-Dollar-Laptop' enttäuscht die Tester

Windows XP Microsoft gab im Mai bekannt, dass es Windows XP in einer speziellen Variante für das auch als "100-Dollar-Laptop" bezeichneten Schüler-Notebook des One Laptop Per Child (OLPC) Projekts geben wird. In ersten Tests kann die angepasste XP-Version auf dem Gerät aber noch nicht überzeugen. Das amerikanische Laptop Magazine erhielt vom OLPC Projekt eines der "XO" genannten Geräte und eine SD-Karte auf der sich eine Vorabversion der angepassten XP-Variante befindet. Bei ihren Tests stellten die Autoren des Magazins fest, dass sowohl Microsoft, als auch das OLPC-Projekt wohl noch einiges tun müssen, damit Windows XP auf der schwachbrüstigen Hardware des XO einwandfrei läuft.


Das System startet von der SD-Karte deutlich langsamer, als es von Microsoft ursprünglich angegeben wurde. Außerdem vergeht beim Start von Programmen noch viel Zeit, der gleichzeitige Betrieb mehrere Anwendungen gestaltet sich schwierig und Streaming-Inhalte können nicht ohne Probleme wiedergegeben werden. Das Fazit der Tester fällt dementsprechend enttäuschend aus.

Offenbar handelte es sich bei der von ihnen getesteten Ausgabe, die auf der ohnehin schon im Funktionsumfang reduzierten so genannten "Starter Edition" von Windows XP basiert, um eine noch nicht vollständig für den "XO" optimierte Version. Der Analyst Michael Gartenberg von Jupiter Research konnte die Probleme zwar nachvollziehen, ihr Ausmaß aber nicht bestätigen.

Ihm war die XP-Version für den "XO" von Microsoft zur Verfügung gestellt worden, während die Tester vom Laptop Magazine ihre Version vom OLPC-Projekt bekamen. Gartenberg konnte bei seinen Tests eine etwas bessere Performance nachweisen, was offenbar auf eine stärkere Optimierung der von ihm genutzten XP-Version schließen lässt.

Insgesamt sei die Hardware des "XO" aber wohl eher ungeeignet, auch weil die Gesamtleistung von Windows XP auf dem "100-Dollar-Laptop" nicht gerade überzeugt. Gartenberg zeigte sich aber überzeugt, dass Windows XP erheblich mehr Nutzen bieten kann, als das Standard-Betriebssystem. Das OLPC Projekt hat den "100-Dollar-Laptop" allerdings auch nicht für Power-User entwickelt, sondern für Schüler in Entwicklungsländern.
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