Olympia 2008: China bleibt bei Internet-Zensur stur
Wie nun bekannt wurde, wird dieser Forderung jedoch nicht nachgekommen. Ausländische Journalisten werden demnach während der Olympischen Sommerspiele, die vom 8. bis 24. August in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen werden, keinen freien Zugang zum Internet erhalten.
Wie Kevan Gosper, Vorsitzender der IOC-Pressekommission erklärte, sind beispielsweise die Internetauftritte der britischen Rundfunkanstalt BBC, der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und der Deutschen Welle der Zensur in China zum Opfer gefallen.
"Während der Olympischen Spiele werden wir den Journalisten ausreichenden Zugang zum Internet gewähren", entgegnete Sun Weide, Sprecher des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Peking. "Ausreichend" ist jedoch gemessen an dem Versprechen eines freien Internetzugangs für Journalisten sehr gering.
Gosper erklärte deshalb, dass er die chinesischen Behörden auf die Einschränkung des Internetzugangs aufmerksam machen und sie erneut zu einer Öffnung des Internets während der Olympischen Spiele auffordern werde.
Die Erfolgsaussichten dürften sich jedoch in Grenzen halten. "Unser Versprechen war, dass die Journalisten genügend Zugang zum Internet erhalten werden um über die olympischen Spiele zu berichten", erklärte Sun. Von uneingeschränktem Zugriff auf das Netz war seiner Meinung nach nie die Rede.
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