Interesse an "Dark Fibre" steigt in Europa stark an
In der Boom-Phase der Internet-Branche um die Jahrtausendwende hatten Infrastrukturbetreiber massiv in Glasfaserstrecken investiert. Viele Leitungen liegen bis heute allerdings ungenutzt im Boden. Das wird sich in den kommenden Monaten voraussichtlich deutlich ändern.
Eine wichtige Voraussetzung dafür sind die stark gesunkenen Preise für optische Netzwerkgeräte. Auch für kleinere Unternehmen ist es so inzwischen oft interessant, eine Leitung anzumieten oder zu kaufen und eigene Systeme anzuschließen. "Dark Fibre ist deutlich attraktiver geworden", sagte Steve Wallage, Managing Director der BroadGroup, einem Beratungsunternehmen im Telekommunikationsbereich.
Das spiegelt sich unter anderem in den zuletzt um 23 Prozent gestiegenen Umsätzen mit optischen Netzwerksystemen wieder. Angesichts der infolge der gesamtwirtschaftlichen Situation schlecht gehenden Geschäfte im Carrier-Bereich entspricht dies einem starken Wachstum.
Die BroadGroup geht davon aus, dass Dark Fibre auch in den kommenden Jahren im Gesamtmarkt lediglich eine Nischenrolle spielen wird. Allerdings gewinnt die Infrastruktur mit dem zunehmenden Bandbreitenbedarf an Bedeutung. Auch gemischte Infrastrukturen, bei denen beispielsweise WiMAX-Einwahlpunkte über brach liegende Leitungen verbunden werden, sind denkbar.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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