eBay muss wegen Verkauf von Fälschungen zahlen
eBay hatte sich bisher immer dagegen gewehrt, Verantwortung für die von seinen Kunden angebotenen Artikel zu übernehmen. Bei illegalen Gegenständen will man zwar immer umgehend für eine Entfernung des jeweiligen Angebots sorgen, doch gerade bei Fälschungen muss eBay sich immer wieder vorwerfen lassen, zu wenig zu unternehmen.
Das Gericht entschied, dass eBay durch den Vertrieb von Taschen und anderen Markenartikeln von Hermes über sein französisches Portal und den Verzicht auf Maßnahmen zum Missbrauch seiner Seiten eine Mitschuld zufällt. eBay akzeptiert dies nach eigenen Angaben zwar, geht aber davon aus, dass das bereits bestehende Programm für die Kooperation mit den Markenherstellern zur Bekämpfung von Fälschungen seinen Zweck erfüllt.
eBay muss die Strafe nun ebenso zahlen, wie die Frau, von der die gefälschten Waren ursprünglich eingestellt worden waren. Das Online-Auktionshaus wird immer wieder von Markenartiklern verklagt. Gerade in Frankreich sieht man das Auktionsportal als Gefahr für die teuren Luxusmarken. Deshalb haben unter anderem Louis Vuitton, Dior und L'Oreal bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Erstgenannte Unternehmen fordern jeweils 20 bzw. 17 Millionen Euro Schadenersatz.
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