BitTorrent-Portal Mininova soll abgeschaltet werden
Mininova war 2005 als Nachfolger des 2004 geschlossenen Suprnova.org gestartet, welches wegen rechtlichen Problemen abgeschaltet worden war. Derzeit werden über Mininova pro Monat angeblich rund fünf Milliarden Downloads gestartet. Insgesamt soll der Dienst monatlich von rund 30 Millionen Nutzern frequentiert werden.
BREIN geht davon aus, dass der Betreiber von Mininova durch die Vermarktung von Werbung auf seinen Seiten monatlich tausende Euro einnimmt. Zu den Werbetreibenden gehören angeblich auch angesehene Unternehmen, darunter auch die niederländische Rabobank. Insgesamt 90 Prozent der bei Mininova angebotenen Musik soll aus illegalen Quellen stammen.
Musik-Downloads machen aber nur einen vergleichsweise kleinen Teil aller über Mininova heruntergeladenen Werke aus. Rund 60 Prozent aller Downloads sind Videos verschiedenster Art. Der Lobbyverband sieht sich vor allem deshalb zu rechtlichen Schritten gezwungen, weil Verhandlungen über eine Art Urheberrechtsfilter erfolglos verliefen.
Erik Dubbelboer, der Mininova betreibt, sieht sich für eine drohende Gerichtsverhandlung gut gerüstet. Bei seinem Angebot werden ähnlich wie beim bekannten Videoportal YouTube urheberrechtlich geschützte Inhalte auf Anfrage sofort gelöscht. Fordert ein Rechteinhaber also die Entfernung eines Torrent-Links, kommt Mininova dem ohne Einwände nach.
Dubbelboer sieht keine Möglichkeit, ein Filtersystem zu installieren. Mininova sei einfach zu groß, um jede Datei zu filtern, erklärte er gegenüber niederländischen Medien. Das Löschen auf Anfrage sei der einzig gangbare Weg, argumentierte er. BREIN hatte mit ihm zuvor gut eineinhalb Jahre lang um ein Filtersystem verhandelt.
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