ISO-Standard: Neuer Versuch für Microsofts Open XML

Microsoft Nachdem Microsoft im letzten Jahr gescheitert ist, Office Open XML als ISO-Standard durchzusetzen, wagt man nun einen neuen Anlauf. Im September 2006 verfehlten die Redmonder bei der Abstimmung die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Heute findet in Genf ein Treffen der ISO-Mitglieder statt, bei dem Microsoft seine Argumente für Office Open XML vorbringen kann. In den kommenden Wochen haben die Mitglieder dann die Möglichkeit, ihre Stimmen erneut abzugeben. Spätestens am 29. März wird es dann eine Entscheidung geben.

Die Redmonder erhielten bei der Schnellzertifizierung im letzten Jahr lediglich 53 Prozent der Stimmen. Kritiker bemängeln vor allem den mit 6000 Seiten zu großen Umfang von Open XML, so dass kaum ein Mitbewerber in der Lage sein wird, die Vorgaben zu 100 Prozent umzusetzen. Zudem gibt es mit dem Open Document Format (ODF) bereits einen ISO-Standard.

Zuletzt wurde Kritik an dem Verhalten des Software-Giganten laut. Microsoft hatte Partner darum gebeten, in die jeweiligen nationalen Standardisierungsorganisationen einzutreten, um so die erforderliche Mehrheit zu erreichen. Im Gegenzug sollen die Partner diverse Vergünstigungen erhalten haben.
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