Die Reise ins Ich: Kamera-Pille zum Runterschlucken
Eric Seibel von der Universität Washington hat das Gerät entwickelt und bereits im Selbstversuch getestet. Es enthält sieben Glasfaserkabel, die in einer Kapsel stecken, die nicht größer ist, als beim herkömmlichen Arzneimitteln in Pillenform. Als Anwendungsgebiet peilt man zunächst die Krebsbekämpfung an.
Vor allem die Kosten von wenigen hundert US-Dollar, sollen neue Möglichkeiten eröffnen. Bisher werden für besonders kleine Stetoskope noch weit über 5000 US-Dollar fällig. Wird die Kamera-Pille geschluckt, fühlt sich dies für den Patienten nach Angaben ihres Erfinders so an, als würde er eine Pille an einer Schnur einnehmen.
Die Leitung überträgt unter anderem die Bilder aus dem Inneren des Körpers, wird aber auch verwendet, um das Gerät wieder herauszuholen. Der Patient muss die Kamera-Pille und ihr 1,4 Millimeter dickes Kabel im Normalfall nur für fünf bis zehn Minuten schlucken.
Das Kabel sieht der Erfinder nicht als Nachteil. Ein ähnliches, aber drahtloses Produkt das von einer israelischen Firma schon vor Jahren entwickelt wurde, sei nicht wieder zu verwenden nachdem es vom Patienten ausgeschieden wurde, so Seibel. In Kürze sollen erste Testreihen mit weiteren Probanden anlaufen.
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