HP wegen Bespitzelung von US-Reportern verklagt
Hintergrund ist ein Artikel über die langfristige Strategie von Hewlett-Packard, der im Januar 2006 von CNet veröffentlicht wurde. Dabei hatten die beiden Redakteure Tom Krazit und Dawn Kawamoto firmennahe Quellen zitiert.
Um herauszufinden wer diese Quellen waren, hatte HP umstrittene Methoden angewandt, bei denen sowohl Mitarbeiter auf höchster Ebene, als auch die drei Redakteure Tom Krazit, Dawn Kawamoto und Stephen Shankland, sowie deren Familienangehörige bespitzelt wurden.
Auch Redakteure von BusinessWeek, der New York Times, dem Wall Street Journal und Associated Press wurden Opfer der Bespitzelung. Dabei hat sich Hewlett-Packard die Verbindungsdaten der betroffenen Redakteure und Mitarbeiter über die so genannte "Pretexting"-Methode besorgt.
Dabei gibt sich beispielsweise ein Privatdetektiv anhand Angaben über die gewünschte Person als eben diese aus um an Verbindungsdaten zu kommen. Aus den Informationen, mit wem der Journalist telefoniert hat, lassen sich dann leicht die Quellen in einem Unternehmen aufdecken. Dieses Pretexting-Verfahren steht seit Januar 2007 in Amerika unter Strafe.
Die drei Mitarbeiter von CNet haben nun in San Francisco Klage eingereicht und fordern Schadensersatz in nicht genannter Höhe. Den Reportern gehe es in erster Linie darum, ein Zeichen an große Unternehmen zu setzen, um solche Methoden in Zukunft auszuschließen.
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