Experten warnen vor Bot-Netz des Sturm-Wurms
Man befürchtet nun, dass die Verantwortlich nicht nur Spam verschicken wollen, sondern massive Dos-Attacken gegen Server auf der ganzen Welt planen. Laut dem Sicherheitsdienstleister SecureWorks waren im Juni und Juli insgesamt 1,7 Millionen Rechner vom Sturm-Wurm befallen, von Januar bis Mai waren es nur 2817.
Den Schädling findet man in der letzten Zeit in nahezu jeder Mailbox, meistens getarnt als Benachrichtigung über eine Grußkarte. Folgt man dem Link, wird der Schadcode auf dem System ausgeführt und man wird ein Teil des Netzwerks und verschickt ebenfalls derartige Mails.
Im Normalfall sind Bot-Netze 1.000 bis 10.000 Rechner stark. Sie werden genutzt um Spam zu versenden oder kleine Dos-Attacken auszuführen. Im Fall des Sturm-Wurms umfasst das Netzwerk bereits mehr als eine Million Rechner und könnte damit für einen massiven Angriff eingesetzt werden, beispielsweise gegen ein großes Unternehmen oder sogar gegen ein Land.
Der Schädling trägt den Namen Sturm-Wurm, da er zur Zeit des Orkans Kyrill aufkam, der in Nordeuropa große Schäden anrichtete. Er tarnte sich als Informations-Mail, in der man Fakten rund um das Naturereignis finden sollte.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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