Atari-Pionier: Spiele sind heute nicht mehr originell

Spiele David Crane war einer der Atari-Programmierer der ersten Stunde. Nachdem es zu Meinungsverschiedenheiten mit der Geschäftsleitung kam, verließen er und einige Kollegen aber bereits 1980 das Unternehmen und gründeten den Spielepublisher Activision. In einem Gespräch mit GameDaily hat er sich nun nach langer Zeit wieder einmal zur Entwicklung des Spielemarkts geäußert und dabei teilweise heftige Kritik geäußert. Er äußerte zwar Lob für Nintendos neue Spielkonsole Wii, insgesamt sei der heutige Markt für Videospiele jedoch nicht mehr sonderlich attraktiv.

Crane sagte weiter, dass die heute erhältlichen Spiele nicht mehr besonders originell seien. Er nannte zwei Gründe für das Problem. Es geben zum einen eben nur eine begrenzte Zahl von Konzepten, die umgesetzt werden können. Als zweiten Grund für die Ähnlichkeiten aktueller Spieletitel nannte er die Größe der Entwicklerteams.

Da heute immer mehr Geld im Spiel sei, würden die Spieleentwickler keine großen Risiken mehr eingehen wollen, um Verlusten vorzubeugen. Crane reiht sich damit in eine Liste von Spielepionieren ein, die in den vergangenen Jahren mehrfach die starke Kommerzialisierung des Marktes kritisiert haben.

Allein 2006 wurden in Deutschland 1,77 Milliarden Euro mit Spielen umgesetzt, was einem neuen Rekordhoch entspricht.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!