EU-Kommissarin droht Zerschlagung von Microsoft an

Microsoft Microsoft hat wie wir berichteten von der EU konkrete Vorgaben für die Höhe der Lizenzgebühren für die Weitergabe von Informationen zu seinen Server-Protokollen an Drittanbieter gefordert. Dem Unternehmen droht eine Strafe von 3 Millionen Dollar täglich, wenn es die Protokolle nicht entsprechend der Forderungen der EU weitergibt. Die Wettbewerbshüter der EU denken allerdings bereits über weitergehende Maßnahmen nach. Nach Agenturmeldungen ist man in Brüssel mit Microsofts Verhalten in dem Verfahren in keinster Weise zufrieden. EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte kürzlich, dass sich in der 50-jährigen Geschichte der Europäischen Gemeinschaft bisher noch kein Unternehmen gegen eine Entscheidung derart gewehrt habe.

Daher sei es durchaus sinnvoll auch "strukturelle Veränderungen" in Betracht zu ziehen, statt wie bisher nur auf die Verhängung von Geldstrafen zu setzen. "Strukturelle Veränderungen" wurden schon in dem 2001 beendeten Wettbewerbsverfahren in den USA angedroht und sind mit einer Zerschlagung des Unternehmens gleichzusetzen.
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