Vista: So reagiert Microsoft auf Aktivierungs-Cracks

Windows Vista Nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach neue Methoden bekannt wurden, wie Windows Vista auch ohne eine ordnungsgemäße Aktivierung nutzbar gemacht werden kann, hat sich das zuständige Windows Genuine Advantage Team jetzt erneut zu der Situation geäußert und Angaben dazu gemacht, wie man in Redmond auf angebliche "Cracks" reagiert. Nach Angaben von Alex Kochis vom WGA-Team, das für die Echtheitsprüfung von Windows XP und Vista zuständig ist, erhält Microsoft in jeder Woche neue Berichte über Versuche, den WGA-Check zu umgehen. Wird das Unternehmen über einen neuen Ansatz informiert, wird grundsätzliche eine Untersuchung eingeleitet, so Kochis.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob sich ein Umgehungsversuch als ineffektiv herausstellt, wie beim Ende letzter Woche aufgetauchten "Brute Force Schlüsselgenerator". Bei der Untersuchung der illegalen Aktivierungsmöglichkeiten stellt man sich bei Microsoft dann zuerst die Frage, ob die neue Methode wirklich für die ehrlichen Kunden schädlich sein kann.

Laut Kochis hat sich bereits bei Windows XP gezeigt, dass die Nutzung und der Erwerb illegaler Software ein Risiko darstellen kann, womit er unter anderem auf virenverseuchte Kopien aus dem Internet anspielt. Als nächstes kommt dann die Frage nach der "kommerziellen" Anwendbarkeit, da bei einigen "Hacks" nur mit viel technischem Wissen ein Erfolg zu erzielen ist, womit Otto Normalanwender als Zielgruppe wegfallen.

Wenn all diese Untersuchungen ergeben, dass tatsächlich eine reelle "Gefahr" für Kunden und Microsoft selbst besteht, ergreift das Unternehmen Maßnahmen. Ein Beispiel dafür war die prompte Reaktion auf die kürzlich erneut umgangene Echtheitsprüfung von Windows XP, die von Microsoft binnen weniger Tage aktualisiert wurde, um sie gegen den nach dem ersten Update aufgetauchten neuen "Crack" abzusichern.
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