Erneut Haft wegen Preisabsprachen bei RAM-Modulen
Young Hwan Park, der im Augenblick Präsident der US-Niederlassung von Samsungs Halbleitersparte ist, muss außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 250000 US-Dollar an das Justizministerium zahlen. Park ist bereits der fünfte Mitarbeiter von Samsung, der wegen illegaler Preisabsprachen im DRAM-Markt hinter Gitter muss.
Samsung ist der weltweit größte Hersteller von DRAM-Modulen, die unter anderem in PCs als Arbeitsspeicher genutzt werden. Seit Dezember 2003 geht das US-Justizministerium gegen insgesamt vier Unternehmen vor und hat bereits 18 Personen wegen der Preisabsprachen angeklagt.
Der nun verurteilte Samsung-Mitarbeiter soll sich im Zeitraum zwischen April 2001 und Juni 2002 auf eine Manipulation der Preise von DRAM-Speicher eingelassen haben, der an die Vertragsfertiger zahlreicher namhafter Marken geliefert wurde. Zu den betroffenen Unternehmen gehören unter anderem die Computer-Hersteller Dell, Apple und Hewlett-Packard.
Samsung musste bereits im November 2005 eine Strafe in Höhe von 300 Millionen US-Dollar zahlen. Hynix, der zweitgrößte DRAM-Hersteller der Welt, wurde ebenfalls verurteilt und musste 185 Millionen US-Dollar zahlen. Im Januar wurde mit Elpida ein weiteres Unternehmen zur Zahlung von 84 Millionen US-Dollar gezwungen. Schon im Oktober erklärte sich der deutsche Hersteller Infineon zur Zahlung von 160 Millionen US-Dollar bereit.
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