Microsoft will PC als Spieleplattform wiederbeleben
Peter Moore, der bei Microsoft inzwischen nicht nur für die Xbox, sondern auch das Spielen unter Windows zuständig ist, sagte, dass man die Hauptplattform seines Unternehmens in der jüngeren Vergangenheit sträflich vernachlässigt habe, weil man in anderen Bereichen "abgelenkt" wurde.
Allein im letzten Jahr fielen die Verkaufszahlen von Computerspielen um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wodurch der bereits fünf Jahre dauernde Niedergang nur noch deutlicher wurde. Dadurch wanderten PC-Spiele seit einiger Zeit immer weiter in die hinteren Regalreihen des Handels. In der Spieleindustrie macht man eine Reihe von Faktoren dafür verantwortlich.
Dazu gehören das weit verbreitete Herunterladen der Software und die wenigen wirklich interessanten Neuheiten auf dem Spielemarkt. Zahlreiche Hersteller veröffentlichen seit Jahren Nachfolger ihrer einmal erfolgreichen Titel, was zunehmend zur Frustration der PC-Gamer führte.
Industrie-Insider fordern deshalb seit längerem, dass die Firmen mehr auf innovative Spielkonzepte und bessere Maßnahmen zur Verhinderung von illegalen Kopien setzen müssen. So kommen in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger Spiele auf den Markt, für deren Betrieb eine Internet-Verbindung vorausgesetzt wird, wodurch eine Echtheitsüberprüfung vom Hersteller vorgenommen werden kann.
Seitens Microsoft will man nun den "vergessenen" Spiele-PC wieder zum Leben erwecken, indem die vorhandenen Ressourcen besser genutzt worden. So sagte Peter Moore, dass man den Einsatz des Computers als Spieleplattform nicht gefördert, sondern nur die Möglichkeit dessen geboten habe.
Mit dem neuen Betriebssystem will man dies laut Microsoft nun radikal ändern. Da Peter Moore nun auch Chef der Abteilung für Windows Gaming ist, soll ein neuer Schwerpunkt entstehen. Anlässlich der Einführung von Windows Vista soll es so auch spezielle Marketing-Aktionen geben, die das System als Spieleplattform präsentieren.
Zusätzlich gibt es einige Neuerungen in Vista, die die Nutzung als Spiele-Computer fördern sollen. Mit dem eingebauten "Game Explorer" werden die installierten Spiele verwaltet und Informationen darüber angezeigt. Nach Angaben von Spiele-Entwicklern soll es mit Vista zudem möglich sein, auch das volle Potential eines PCs zu nutzen, da man besseren Zugriff auf die Hardware-Ressourcen erhalte.
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