Wikipedia ändert seine Bearbeitungsregeln
In der amerikanischen Zeitung USA Today war ein Artikel veröffentlicht worden, in dem ein früherer Mitarbeiter von Robert Kennedy, ein Bruder des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der ebenfalls einem Attentat zum Opfer fiel, schwere Vorwürfe erhob. Er sagte, dass der Wikipedia-Eintrag mit seinem Namen ihn 132 Tage lang als einen Verdächtigen im Fall der Ermordung von Kennedy darstellte.
Kurz darauf wurde bekannt, dass der ehemalige MTV-Moderator und Podcasting-Pionier Adam Curry einen Eintrag zur Geschichte der Podcasts anonym editiert hatte. Curry soll die Namen anderer Leute aus dem Artikel entfernt und seine Person so in den Vordergrund gerückt haben. Er stritt die Vorwürfe ab und sagte, dass er lediglich versucht habe den Inhalt zu korrigieren.
Als Antwort auf die Beschwerden, will man in Zukunft das anonyme Erstellen von Artikeln unterbinden. Dazu soll bald ein Nutzerkonto benötigt werden. Es wird jedoch weiterhin möglich sein, inkognito zu editieren, wodurch es wohl auch weiterhin immer wieder Fälle geben wird, in denen Unbekannte die Inhalte verfälschen.
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