Norwegen: Die Zukunft ist Open Source

Der norwegische Minister für Modernisierung (Anm. d. Red.: das stimmt so) hat bei der Vorstellung eines Plans zu Verbesserung der technologischen Infrastruktur in seinem Land angekündigt, dass man stärker auf freie Software setzen will. Er erklärte, dass "proprietäre Formate bei der Kommunikation zwischen Bürgern und Regierung nicht mehr akzeptabel" seien. Er erwähnte den Namen Microsofts nicht ausdrücklich, sagte aber, dass dies das letzte Mal sei, bei dem er einen Plan vorstelle, der von Windows Media als Übertragungsstandard für Inhalte ausgehe. Auf diese Weise teilte er Redmond unmissverständlich mit, dass man sich öffnen solle, oder für die norwegische Regierung als Partner ausgedient hätte.

Ein Teil des Plans mit Namen "eNorge 2009" ("eNorwegen 2009") ist, eine Anweisung an sämtliche staatlichen Institutionen Vorschläge auszuarbeiten, wie in Zukunft Open Source Entwicklungen eingesetzt werden können. Bis zum Ende des Jahres 2006 sollen alle Teile des öffentlichen Sektors in Norwegen einen konkreten Plan vorlegen können, wie sie offene Standards einsetzen wollen.

Bei der Kommunikation zwischen der Regierung und den Bürgern will an in Norwegen zukünftig noch stärker auf elektronische Medien setzen. So soll jeder Bürger mit einer eigenen "Homepage" für die Kommunikation mit den Behörden ausgestattet werden. Dann haben die Bürger zu jeder Tages- und Nachtzeit die Möglichkeit Behördengänge online zu erledigen. Jeder Norweger soll weiterhin einen persönlichen Zugang erhalten, der dann die bisher bei jeder Behörde einzeln neu festgelegten Passwörter und Konten vereinen soll.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!