Festnahme im Fall des Windows 2000 & NT Code Leak
Die US-Staatsanwaltschaft in Manhattan hat bekanntgegeben, daß man einen Mann aus Connecticut festgenommen habe, der beschuldigt wird versucht zu haben den Quellcode von Windows 2000 und NT zu verkaufen. Dieser war früher in diesem Jahr ins Internet gelangt.
Man wirft William Genovese vor, ein Geschäftsgeheimnis gesetzeswidrig weitergegeben zu haben. Der nächste Schritt sei nach Auskunft der Staatsanwaltschaft, zu klären, ob der Verdächtige nun auch angeklagt wird.
Microsoft äußerte sich bisher nicht dazu.
In der Anklageschrift heisst es, daß MS einen privaten Ermittler einer ungenannten Online-Sicherheitsfirma beauftragt hatte, den Source Code zu kaufen und herunterzuladen - dasselbe wiederholte ein verdeckter Ermittler des FBI im Juli.
Würde Genovese verurteilt, könnte das Strafmaß bis zu 10 Jahren Gefängnis und 250 000 US-Dollar Strafe reichen.
Im Februar hatte Neowin.net berichtet, der Code sei im Internet erhältlich. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und viele Entwickler und auch normale Verbraucher luden sich die Quellen über BitTorrent und IRC-Kanäle herunter. Microsoft hatte damals Nachforschungen angekündigt.
Einer der ersten Beschuldigten war damals der Softwareentwickler MainSoft, da sich einige Verweise auf dessen Produkt MainWin im Code finden liessen.
Damals nahm man zunächst an, daß es zu einer Welle von Angriffen auf die betroffenen Systeme kommen würden, da die Entwickler von Viren und Anderem nun Zugang zu dem Code hätten, der den Betriebssystemen zu Grunde liegt.
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