Großes Level-2-Update: Wie BMW ab 2027 durch den Stadtverkehr lenkt
BMW will seine Assistenzsysteme ab 2027 auch für den Stadtverkehr freischalten. Die Software unterstützt bei Abbiegevorgängen und in Kreisverkehren. Das Level-2-System fordert allerdings weiterhin die volle Aufmerksamkeit der Fahrer am Lenkrad.
Das System soll Aufgaben wie die Begleitung von Abbiegevorgängen und Spurwechseln, die Durchfahrt von Kreisverkehren sowie das Reagieren auf Vorfahrtssituationen unterstützen. Ein automatisiertes Anfahren und Anhalten an Ampeln ist in Deutschland bereits möglich. Die erforderliche Hardware ist in neuen Fahrzeugreihen wie dem iX3, dem X5 sowie der 3er- und 7er-Reihe serienmäßig verbaut. Auch der für März 2027 geplante iX4 bringt die Technik ab Werk mit.
Ein zentrales Element der Software ist der Symbiotic Drive, der eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglichen soll. Bei aktiviertem Assistenten können Autofahrer durch eigenes Beschleunigen, Lenken oder Bremsen den Fahrstil anpassen. Das Prinzip gilt auch für Sicherheitsfunktionen wie den Spurhalteassistenten: Dieser erfasst die Absicht des Fahrers anhand der Blickrichtung und des Lenkverhaltens. Warnungen oder Lenkeingriffe sollen nur erfolgen, wenn das Auto unbeabsichtigt die Fahrspur verlässt.
Zuvor hatten Mercedes und BMW angestrebt, Fahrzeuge mit Level-3-Systemen auszurüsten, bei denen die Fahraufgabe temporär auf das Fahrzeug übergeht. Wegen hoher Kosten und mangelnden Kundeninteresses haben beide diese Pläne vorerst verschoben. Für die geplanten Level-2-Erweiterungen im Stadtgebiet hat ein unabhängiger technischer Dienst die Zulassungstests im Realverkehr auf Basis des aktualisierten UNECE-Regelwerks bereits erfolgreich abgeschlossen. Die offizielle behördliche Bestätigung erwartet BMW für Anfang 2027.
Nutzt ihr bereits Fahrassistenzsysteme in eurem Alltag? Würdet ihr die Kontrolle im dichten Stadtverkehr an die Software abgeben? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren.
Siehe auch:
- BMW weitet teilautomatisierte Fahrfunktionen ab 2027 auf Städte aus
- Die neue Software unterstützt bei Abbiegungen sowie in Kreisverkehren
- Verbaute Hardware in Modellen wie iX3 und X5 ermöglicht spätere Updates
- Das Level-2-System verlangt weiterhin eine permanente Aufmerksamkeit
- Mensch und Maschine arbeiten beim Fahren kooperativ zusammen: Symbiotic Drive
- Behördliche Freigaben für das erweiterte System werden für Anfang 2027 erwartet
Navigiert durch den Stadtverkehr
BMW plant, seine Funktionen für teilautomatisiertes Fahren auf den städtischen Raum auszuweiten. Die Marschroute ist dabei klar: BMW fährt ab 2027 "selbstständig" in die Stadt. Für Fahrer bedeutet das, dass das System sie künftig bei aktiver Zielführung durchgängig von der Autobahn über die Landstraße bis in den urbanen Verkehr unterstützt. Der Start der Software ist zunächst für Deutschland vorgesehen, bevor schrittweise weitere Länder folgen sollen.Das System soll Aufgaben wie die Begleitung von Abbiegevorgängen und Spurwechseln, die Durchfahrt von Kreisverkehren sowie das Reagieren auf Vorfahrtssituationen unterstützen. Ein automatisiertes Anfahren und Anhalten an Ampeln ist in Deutschland bereits möglich. Die erforderliche Hardware ist in neuen Fahrzeugreihen wie dem iX3, dem X5 sowie der 3er- und 7er-Reihe serienmäßig verbaut. Auch der für März 2027 geplante iX4 bringt die Technik ab Werk mit.
Erweiterte Funktionen des City Assistenten mit BMW Symbiotic Drive
Kooperatives Fahren dank Software
Kunden können die Funktionen künftig freischalten lassen, die Software kommt per Over-the-Air-Update. Preise nennt der Autobauer noch nicht. Wie BMW erklärt, basieren die Neuerungen auf dem SAE-Standard Level 2. Fahrer müssen den Verkehr dauerhaft überwachen und jederzeit eingreifen können. Das Fahrzeug prüft kontinuierlich, ob sich ein aufmerksamer Mensch am Lenkrad befindet. Ein Zurücklehnen und Nebentätigkeiten wie Spielen auf einer Konsole oder Lesen bleiben untersagt.Ein zentrales Element der Software ist der Symbiotic Drive, der eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglichen soll. Bei aktiviertem Assistenten können Autofahrer durch eigenes Beschleunigen, Lenken oder Bremsen den Fahrstil anpassen. Das Prinzip gilt auch für Sicherheitsfunktionen wie den Spurhalteassistenten: Dieser erfasst die Absicht des Fahrers anhand der Blickrichtung und des Lenkverhaltens. Warnungen oder Lenkeingriffe sollen nur erfolgen, wenn das Auto unbeabsichtigt die Fahrspur verlässt.
Behördliche Freigabe steht noch aus
Zusätzlich greift das System ein, wenn es eine unmittelbare Kollisionsgefahr erkennt. Damit Nutzer in komplexen Situationen den Überblick behalten, blendet das System Statusmeldungen auf dem Display im unteren Bereich der Windschutzscheibe ein. Zudem integriert der Hersteller eine neue 3D-Ansicht in die Navigationsebene des Zentraldisplays, die die vom Fahrzeug wahrgenommene Umgebung darstellt. Damit folgt der Konzern der Konkurrenz aus Stuttgart, die kürzlich ähnliche Pläne für 2027 ankündigte.Zuvor hatten Mercedes und BMW angestrebt, Fahrzeuge mit Level-3-Systemen auszurüsten, bei denen die Fahraufgabe temporär auf das Fahrzeug übergeht. Wegen hoher Kosten und mangelnden Kundeninteresses haben beide diese Pläne vorerst verschoben. Für die geplanten Level-2-Erweiterungen im Stadtgebiet hat ein unabhängiger technischer Dienst die Zulassungstests im Realverkehr auf Basis des aktualisierten UNECE-Regelwerks bereits erfolgreich abgeschlossen. Die offizielle behördliche Bestätigung erwartet BMW für Anfang 2027.
Nutzt ihr bereits Fahrassistenzsysteme in eurem Alltag? Würdet ihr die Kontrolle im dichten Stadtverkehr an die Software abgeben? Teilt eure Gedanken dazu gerne mit uns in den Kommentaren.
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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