Bank muss 1000 Coder anheuern, um Lücken zu fixen, die KI fand
Die Bank of America hat 1000 externe Mitarbeiter eingestellt, um durch Künstliche Intelligenz aufgedeckte Softwarefehler zu beheben. Das Modell Mythos von Anthropic fand so viele Schwachstellen im Code, dass diese nun extrem hohe Kosten verursachen.
Das KI-Werkzeug war im April einem ausgewählten Kreis von Banken, Technologieunternehmen und Regierungsbehörden zur Verfügung gestellt worden. Ziel war es, Systeme auf Fehler zu prüfen, bevor externe Angreifer sie ausnutzen können. Die 1000 externen Fachkräfte unterstützen ein bestehendes Team von 3000 Mitarbeitern, die sich bei der Bank of America intern um die Wartung und Sicherheit der Software kümmern.
Moynihan geht davon aus, dass die Ausgaben für die Fehlerbehebung künftig wieder sinken, sobald die wichtigsten Lücken geschlossen sind. Gleichzeitig nutzt die Bank Künstliche Intelligenz gezielt, um die eigenen Betriebskosten zu senken. Das Unternehmen betreibt derzeit etwa 130 interne KI-Projekte, durch die die jährlichen Einsparungen laut Einschätzung des Managements von 300 Millionen Dollar (etwa 268 Millionen Euro) im laufenden Jahr auf voraussichtlich 700 Millionen Dollar (etwa 624 Millionen Euro) im Jahr 2027 steigen sollen.
Jamie Dimon, Chef von JPMorgan Chase, bezeichnete das durch Mythos aufgezeigte Risiko als reales Problem. Auch Aufsichtsbehörden in den USA und Europa befassen sich zunehmend mit der Thematik. Die Europäische Zentralbank fordert von den Instituten bis Ende Oktober Pläne zur Abwehr von durch KI unterstützten Bedrohungen.
Glaubt ihr, dass KI-Systeme die IT-Sicherheit langfristig eher verbessern oder neue Gefahren schaffen? Teilt eure Meinung dazu gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Das KI-Modell Mythos von Anthropic deckte Lücken im Bankcode auf
- Bank of America engagierte 1000 externe Berater zur Fehlerbehebung
- Ein internes Team von 3000 Mitarbeitern kümmert sich um die IT-Wartung
- Die Beseitigung der Softwarefehler verursacht Millionenkosten für die Bank
- Wegen Geldwäscheverstößen zahlte das Geldinstitut Milliarden an Strafe
- Etwa 130 interne KI-Projekte sollen langfristig Betriebskosten senken
KI deckt Schwachstellen auf
Die Bank of America, die zeitweise das größte Geldinstitut der USA war, hat im zweiten Quartal dieses Jahres 1000 externe Berater einstellen müssen, um kritische Softwarefehler zu beheben. Wie Geschäftsführer Brian Moynihan am Mittwoch nach der Vorstellung der Quartalszahlen erklärte, reagiert das Unternehmen damit auf Schwachstellen, die fortschrittliche KI-Modelle wie Mythos von Anthropic im Code der Bank sowie bei deren Dienstleistern offengelegt hatten.Das KI-Werkzeug war im April einem ausgewählten Kreis von Banken, Technologieunternehmen und Regierungsbehörden zur Verfügung gestellt worden. Ziel war es, Systeme auf Fehler zu prüfen, bevor externe Angreifer sie ausnutzen können. Die 1000 externen Fachkräfte unterstützen ein bestehendes Team von 3000 Mitarbeitern, die sich bei der Bank of America intern um die Wartung und Sicherheit der Software kümmern.
Hohe Kosten für Fehlerbehebung
Wie CNBC berichtet, führte die IT-Offensive zu erheblichen Ausgaben. Gegenüber Analysten bezifferte Moynihan die Kosten im dritten Quartal auf mehrere hundert Millionen Dollar (mehrere hundert Millionen Euro). Die Summe beinhaltet allerdings auch Aufwendungen für Maßnahmen gegen Geldwäsche. In diesem Bereich hatte das US-Finanzministerium erst kürzlich eine Strafe von 1,21 Milliarden Dollar (etwa 1,08 Milliarden Euro) gegen die Bank of America verhängt, da meldepflichtige Transaktionen nicht deklariert worden waren.Moynihan geht davon aus, dass die Ausgaben für die Fehlerbehebung künftig wieder sinken, sobald die wichtigsten Lücken geschlossen sind. Gleichzeitig nutzt die Bank Künstliche Intelligenz gezielt, um die eigenen Betriebskosten zu senken. Das Unternehmen betreibt derzeit etwa 130 interne KI-Projekte, durch die die jährlichen Einsparungen laut Einschätzung des Managements von 300 Millionen Dollar (etwa 268 Millionen Euro) im laufenden Jahr auf voraussichtlich 700 Millionen Dollar (etwa 624 Millionen Euro) im Jahr 2027 steigen sollen.
Jamie Dimon, Chef von JPMorgan Chase, bezeichnete das durch Mythos aufgezeigte Risiko als reales Problem. Auch Aufsichtsbehörden in den USA und Europa befassen sich zunehmend mit der Thematik. Die Europäische Zentralbank fordert von den Instituten bis Ende Oktober Pläne zur Abwehr von durch KI unterstützten Bedrohungen.
Glaubt ihr, dass KI-Systeme die IT-Sicherheit langfristig eher verbessern oder neue Gefahren schaffen? Teilt eure Meinung dazu gerne in den Kommentaren!
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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