Fab 28: Explosion in Intel-Werk in Israel fordert Todesopfer
Bei einer Explosion in einem Intel-Werk im israelischen Kiryat Gat sind am Mittwoch, dem 14. Oktober, drei Menschen schwer verletzt worden. Einer von ihnen soll noch am Abend im Krankenhaus verstorben sein.
Zunächst hatte die israelische Feuerwehr- und Rettungsbehörde vor einem möglichen Austritt gefährlicher Chemikalien gewarnt, berichtete die Jerusalem Post. Die Einsatzkräfte untersuchten daraufhin die Ursache und die Art der freigesetzten Stoffe. Nach Angaben der Behörde war bei dem Zwischenfall Stickstofftrifluorid (NF3) beteiligt. Das Gas ist selbst nicht brennbar, besitzt jedoch oxidierende Eigenschaften und kann dadurch Brände begünstigen.
Der Bürgermeister von Kiryat Gat, Kfir Suissa, erklärte nach einer Lagebesprechung mit den zuständigen Stellen, dass das Feuer vollständig gelöscht sei. Für die Bevölkerung in der Umgebung bestehe nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefahr. Besondere Schutzanweisungen für Anwohner seien deshalb nicht erforderlich. Die Behörden forderten die Anwohner dennoch auf, den Bereich um die Fabrik zu meiden, damit die Rettungs- und Sicherheitskräfte ungestört arbeiten können.
Der betroffene Standort ist die unter der Bezeichnung Fab 28 bekannte Intel-Fabrik. Das Werk in Kiryat Gat gehört zu den wichtigsten Produktionsstätten des US-Chipherstellers in Israel. Dort fertigt das Unternehmen Halbleiter, die in seinen Prozessoren zum Einsatz kommen. Die Anlage ist damit Teil von Intels weltweitem Produktionsnetzwerk. Ob die Explosion Auswirkungen auf den laufenden Betrieb oder die Chipproduktion hat, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.
Siehe auch:
- Bei einer Explosion im Intel-Werk in Kiryat Gat gab es drei Schwerverletzte
- Laut der israelischen Polizei löste womöglich eine Gasflasche das Unglück aus
- Die betroffenen Männer erlitten infolge des Zwischenfalls schwere Verbrennungen
- Beteiligt war Stickstofftrifluorid, welches Brände begünstigen kann
- Einsatzkräfte konnten das anschließende Feuer im Werk inzwischen ganz löschen
- Für die Bevölkerung vor Ort besteht laut den Behörden derzeit keine Gefahr
Drei Schwerverletzte
Nach Angaben des Rettungsdienstes erlitten die Männer großflächige Verbrennungen. Die israelische Polizei vermutet, dass eine Gasflasche die Explosion ausgelöst haben könnte. Nach dem Vorfall brach in der Fabrik ein Feuer aus, das die Einsatzkräfte inzwischen gelöscht haben.Zunächst hatte die israelische Feuerwehr- und Rettungsbehörde vor einem möglichen Austritt gefährlicher Chemikalien gewarnt, berichtete die Jerusalem Post. Die Einsatzkräfte untersuchten daraufhin die Ursache und die Art der freigesetzten Stoffe. Nach Angaben der Behörde war bei dem Zwischenfall Stickstofftrifluorid (NF3) beteiligt. Das Gas ist selbst nicht brennbar, besitzt jedoch oxidierende Eigenschaften und kann dadurch Brände begünstigen.
Der Bürgermeister von Kiryat Gat, Kfir Suissa, erklärte nach einer Lagebesprechung mit den zuständigen Stellen, dass das Feuer vollständig gelöscht sei. Für die Bevölkerung in der Umgebung bestehe nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefahr. Besondere Schutzanweisungen für Anwohner seien deshalb nicht erforderlich. Die Behörden forderten die Anwohner dennoch auf, den Bereich um die Fabrik zu meiden, damit die Rettungs- und Sicherheitskräfte ungestört arbeiten können.
Teil der Prozessorfertigung
Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ sich über den Zustand der Verletzten informieren. Nach Angaben seines Büros telefonierte er dazu mit dem Generaldirektor des Rettungsdienstes Magen David Adom.Der betroffene Standort ist die unter der Bezeichnung Fab 28 bekannte Intel-Fabrik. Das Werk in Kiryat Gat gehört zu den wichtigsten Produktionsstätten des US-Chipherstellers in Israel. Dort fertigt das Unternehmen Halbleiter, die in seinen Prozessoren zum Einsatz kommen. Die Anlage ist damit Teil von Intels weltweitem Produktionsnetzwerk. Ob die Explosion Auswirkungen auf den laufenden Betrieb oder die Chipproduktion hat, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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