Microsoft kappt Cloud-Gaming:
Game Pass erhält strenge Zeitlimits

Wegen enormer Serverkosten beendet Microsoft die Ära des unbegrenzten Cloud-Gamings. Der Xbox Game Pass erhält ab November Zeitlimits von maximal 15 Stunden. Damit will der Konzern teure Rechenkapazitäten für sein KI-Training freihalten.
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  • Microsoft führt ab November feste Zeitlimits beim Cloud-Gaming ein
  • Der Game Pass Ultimate bietet künftig nur noch 15 Stunden Streamzeit
  • Hohe Betriebskosten und KI-Training belasten die Server-Kapazität
  • Laut Microsoft überschreiten nur rund vier Prozent die neuen Limits
  • Zusätzliche Spielstunden können im digitalen Store erworben werden

Neue Limits für das Streaming

Ab November führt Microsoft im Xbox Game Pass feste monatliche Zeitlimits für Cloud-Gaming ein. Bisher war das Streamen von Spielen ohne Download auf Konsolen, PCs und mobilen Geräten unbegrenzt möglich.

Jedes Abonnement umfasst künftig eine festgelegte Anzahl Cloud-Gaming-Stunden: Der Xbox Game Pass Ultimate bietet 15 Stunden, der Xbox Game Pass Premium zehn Stunden und der Xbox Game Pass Essential fünf Stunden pro Monat. Nach Verbrauch des Kontingents wird der Zugang unterbrochen; zusätzliche Spielzeit kann im digitalen Store erworben werden.


Wie Microsoft über den XboxBlog mitteilte, reagiert das Unternehmen auf stark gestiegene Betriebskosten durch wachsende Nutzerzahlen und längere Spielesitzungen. Nach Angaben des Konzerns betrifft die Änderung rund vier Prozent der aktuellen Abonnenten, die das Limit regelmäßig überschreiten.

  • Game Pass Ultimate: 15 Stunden
  • Game Pass Premium: 10 Stunden
  • Game Pass Essential: 5 Stunden

Kosten und Serverauslastung

Hintergrund sind hohe Kosten für Hardware in der IT-Branche: Server benötigen leistungsstarken Arbeitsspeicher und viel Energie. Der Dienst startete 2019 unter dem Codenamen Project xCloud; die heutige Rechenzentrums-Architektur basiert auf speziellen Platinen der Xbox Series X in Server-Racks.

Jedes Rack bündelt zahlreiche Konsolenbausteine, um ausreichend Leistung bereitzustellen. Zugleich konkurriert das Gaming-Segment um knappe Server-Kapazitäten, da Microsoft Teile seiner Infrastruktur auch für das Training Künstlicher Intelligenz nutzt. Die neuen Limits sollen die Auslastung besser steuern und weitere Preiserhöhungen bei den Abonnements vermeiden helfen.

Streaming ohne laufendes Abonnement

Parallel zu den Einschränkungen öffnet Microsoft das System für Nutzer ohne laufendes Abonnement: Einzelne Stundenpakete können gekauft werden, um unterstützte Titel aus der eigenen digitalen Bibliothek per Streaming zu spielen. Das Angebot richtet sich besonders an Spieler mit älterer Hardware.

Besitzer der Xbox One können damit grafisch aufwendige Spiele ohne den Kauf einer neuen Konsole nutzen. Die genauen Preise in Euro für die Pakete will Microsoft im Laufe des kommenden Monats bekanntgeben.

Die neuen Zeitlimits verändern die Nutzung des Xbox Game Pass deutlich. Werdet ihr durch die Umstellung euer Spielverhalten anpassen müssen? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren. Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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