Feuerwehr alarmiert: Robotaxis sind hilflos, wenn Fahrgäste einschlafen
Mit der zunehmenden Verbreitung autonomer Robotaxis geraten nicht nur die technischen Fähigkeiten der Fahrzeuge in den Fokus, sondern auch unerwartete Herausforderungen im Umgang mit schlafenden Fahrgästen, die zur Alarmierung von Rettungskräften führen.
Solche Vorfälle, in denen bisher der Taxifahrer alles regeln konnte, sind offenbar keine Seltenheit. In Austin im US-Bundesstaat Texas sprechen Rettungskräfte inzwischen von sogenannten "Sleepers". Nach Angaben des örtlichen Rettungsdienstes wurden in den ersten neun Monaten nach Einführung des Waymo-Dienstes 99 entsprechende Einsätze registriert.
Da die Mitarbeiter in der Leitstelle nicht sicher feststellen können, ob ein Fahrgast lediglich schläft oder sich in einer lebensbedrohlichen Situation befindet, werden die Fälle zunächst wie mögliche medizinische Notfälle behandelt. Tatsächlich mussten jedoch nur rund drei Prozent der Betroffenen anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Dennoch binden die Einsätze Personal und Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen.
Auch der Alltag in den fahrerlosen Fahrzeugen stellt die Betreiber vor Herausforderungen. Fahrgäste hinterlassen Müll, verschütten Getränke oder erbrechen sich im Wagen. Waymo und andere Anbieter verlangen deshalb Reinigungsgebühren und setzen auf Kameras im Fahrzeuginneren sowie Fernbetreuer, die ungewöhnliche Aktivitäten erkennen können. Nach Angaben des Unternehmens stehen zudem speziell geschulte Mitarbeiter bereit, um in medizinischen Notfällen mit Rettungskräften zusammenzuarbeiten.
Experten kritisieren zudem, dass Kommunen und Rettungsdienste einen Teil der Folgen des Robotaxi-Betriebs tragen müssten. Feuerwehrvertreter verlangen einheitliche Standards, damit Einsatzkräfte unabhängig vom Hersteller schnell erkennen können, wie Fahrzeuge gesichert, geöffnet oder mit den Fernbetreuern Kontakt aufgenommen werden kann.
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Kein Fahrer kann wecken
Ein Beispiel ist der Fall des 30-jährigen Innenarchitekten Ditto Kasendar aus Los Angeles. Nach einer Geburtstagsfeier schlief er während einer kurzen Fahrt mit einem Waymo-Robotaxi ein. Als er nicht auf die Ansprache eines per Lautsprecher zugeschalteten Mitarbeiters reagierte, alarmierte das Unternehmen den Notruf, berichtete die Nachtichtenagentur Bloomberg. Erst Einsatzkräfte der Feuerwehr weckten ihn, nachdem das Fahrzeug bereits fast eine Stunde am Zielort gestanden hatte.Solche Vorfälle, in denen bisher der Taxifahrer alles regeln konnte, sind offenbar keine Seltenheit. In Austin im US-Bundesstaat Texas sprechen Rettungskräfte inzwischen von sogenannten "Sleepers". Nach Angaben des örtlichen Rettungsdienstes wurden in den ersten neun Monaten nach Einführung des Waymo-Dienstes 99 entsprechende Einsätze registriert.
Da die Mitarbeiter in der Leitstelle nicht sicher feststellen können, ob ein Fahrgast lediglich schläft oder sich in einer lebensbedrohlichen Situation befindet, werden die Fälle zunächst wie mögliche medizinische Notfälle behandelt. Tatsächlich mussten jedoch nur rund drei Prozent der Betroffenen anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Dennoch binden die Einsätze Personal und Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen.
Auch der Alltag in den fahrerlosen Fahrzeugen stellt die Betreiber vor Herausforderungen. Fahrgäste hinterlassen Müll, verschütten Getränke oder erbrechen sich im Wagen. Waymo und andere Anbieter verlangen deshalb Reinigungsgebühren und setzen auf Kameras im Fahrzeuginneren sowie Fernbetreuer, die ungewöhnliche Aktivitäten erkennen können. Nach Angaben des Unternehmens stehen zudem speziell geschulte Mitarbeiter bereit, um in medizinischen Notfällen mit Rettungskräften zusammenzuarbeiten.
Kosten für die Kommunen
Neben medizinischen Zwischenfällen bereiten Robotaxis den Städten weitere Probleme. Nach einem großflächigen Stromausfall in San Francisco im Dezember 2025 blieben mehr als 60 Waymo-Fahrzeuge bewegungsunfähig auf Straßen stehen und behinderten teilweise Rettungseinsätze. Auch die US-Verkehrssicherheitsbehörde warnte zuletzt davor, dass autonome Fahrzeuge vereinzelt Absperrungen an Unfallstellen missachteten oder Rettungsfahrzeuge behinderten. Die Behörde fordert deshalb technische Verbesserungen und einen engeren Austausch mit den Herstellern.Experten kritisieren zudem, dass Kommunen und Rettungsdienste einen Teil der Folgen des Robotaxi-Betriebs tragen müssten. Feuerwehrvertreter verlangen einheitliche Standards, damit Einsatzkräfte unabhängig vom Hersteller schnell erkennen können, wie Fahrzeuge gesichert, geöffnet oder mit den Fernbetreuern Kontakt aufgenommen werden kann.
Zusammenfassung
- Schlafende Fahrgäste in Robotaxis lösen häufig unnötige Notrufe aus
- In Austin gab es in neun Monaten bereits 99 solcher Rettungseinsätze
- Nur wenige der Betroffenen müssen im Krankenhaus behandelt werden
- Die Einsätze binden jedoch wichtige Ressourcen der Rettungsdienste
- Zudem blockieren liegengebliebene Fahrzeuge oft den Rettungsverkehr
- Feuerwehrvertreter fordern einheitliche Standards für die Fahrzeuge
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