WindRunner: Weltgrößtes Cargo-Flugzeug macht wichtige Fortschritte

Das US-Unternehmen Radia treibt die Entwicklung des WindRunner, des künftig größten Frachtflugzeugs der Welt, weiter voran. Neue europäische Partner sollen bei der komplexen Elektronik und Flugsteuerung helfen. Ein Erstflug rückt in greifbare Nähe.
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Radia

    Der Weg zum größten Frachtflugzeug

    Das US-Unternehmen aus Colorado macht konkrete Fortschritte bei der Entwicklung des WindRunner. Das Frachtflugzeug von Radia soll ab 2030 übergroße Lasten transportieren. Um das Ziel zu erreichen, hat das Startup nun Verträge mit den europäischen Luftfahrtzulieferern Latecoere aus Frankreich und Stirling Dynamics aus Großbritannien geschlossen. Damit nimmt das Projekt, das die alternde Flotte der Antonov An-124 ersetzen soll, weiter Gestalt an.

    Die neuen Partner bringen wichtiges Fachwissen für die komplexen Systeme des WindRunner mit. Latecoere übernimmt die Entwicklung des elektrischen Kabelverbindungssystems. Das Netzwerk muss die großen Ausmaße des Rumpfes bewältigen und hohe elektrische Lasten zuverlässig verteilen. Stirling Dynamics ist für die Integration der Flugsteuerung und die Simulationen zuständig. Die Ingenieure wollen so sicherstellen, dass das Flugzeug trotz seiner Größe sicher manövriert. Radia WindrunnerGleich vier F-16 werden in den WindRunner passen (Renderbild)

    Fokus auf NATO und Militär

    Wie das Magazin Aviation Week berichtet, zielt Radia mit dem Ausbau seines europäischen Netzwerks gezielt auf den strategischen Bedarf der NATO ab. Das Militärbündnis sucht nach neuen Lösungen für den Lufttransport, da aktuelle Modelle wie die Airbus A400M bei sehr großen Lasten an ihre Grenzen stoßen. Der WindRunner ist so konzipiert, dass er ohne Demontage vier Kampfflugzeuge des Typs Lockheed Martin F-16 transportieren könne.

    Um die Zertifizierung durch die Behörden bis 2030 zu gewährleisten, verzichtet das Entwicklungsteam auf ungetestete Technologien. Stattdessen setzt man auf bewährte Komponenten, was das Risiko für Verzögerungen verringert. Das geplante Flugzeug bietet eine Nutzlast von bis zu 72,6 Tonnen und ein Laderaumvolumen von rund 6800 Kubikmetern. Zudem soll es auf unbefestigten Pisten von 1800 Metern Länge landen können.

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    Neben militärischen Anwendungen soll der WindRunner auch kommerzielle Probleme lösen. Energieunternehmen könnten damit Rotorblätter für Windkraftanlagen transportieren, die über 100 Meter lang sind. Bisher scheitert der Transport solcher Bauteile oft an der fehlenden Infrastruktur am Boden. Durch die wachsende Liste an Zulieferern rückt der Bau des ersten Modells spürbar näher. Ein Prototyp ist nicht geplant, das erste Flugzeug soll direkt in die Flugerprobung gehen.

    Glaubt ihr, dass der WindRunner das Transportwesen verändern wird, oder seht ihr noch zu viele Hürden? Teilt eure Meinung und diskutiert mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Das US-Unternehmen Radia entwickelt das größte Frachtflugzeug der Welt
    • Zwei europäische Luftfahrtzulieferer wurden nun als Partner gewonnen
    • Das Riesenflugzeug WindRunner soll ab dem Jahr 2030 einsatzbereit sein
    • Es soll übergroße Lasten für die NATO und die Windkraftindustrie tragen
    • Die Maschine soll eine Nutzlast von bis zu 72,6 Tonnen transportieren

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