Dell: Fast 10 Petabyte SSD-Speicherplatz im 2U-Standard-Server

Dell hat gemeinsam mit dem Partner Kioxia einen neuen Rekord bei der Speicherausstattung eines Serien-Gerätes aufgestellt: Ein Standard-Server einer Größe von zwei Höheneinheiten ist mit fast 10 Petabyte SSD-Speicherplatz zu bekommen.
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Dicht gepackte NVMe-SSDs

Die beiden Unternehmen haben eine Serverkonfiguration vorgestellt, die laut Hersteller auf bis zu 9,8 Petabyte Flash-Speicher skaliert werden kann. Das ist eine Größenordnung, die vor wenigen Jahren noch kaum realistisch erschien.

Herzstück des neuen Angebots ist der Server PowerEdge R7725xd von Dell, ausgestattet mit 40 NVMe-SSDs der LC9-Serie von Kioxia. Jede dieser SSDs bietet eine Kapazität von 245,76 Terabyte. Ergänzt wird das System durch Prozessoren der EPYC-Reihe von AMD. Trotz der enormen Speichermenge bleibt die gesamte Hardware in einem vergleichsweise kompakten 2U-Gehäuse untergebracht.


Gedacht ist das System vor allem für Unternehmen mit datenintensiven Anwendungen, etwa beim Training großer KI-Modelle, bei umfangreichen Backups oder in großen Unternehmensarchiven. Denn mit der zunehmenden Verbreitung generativer KI wächst nicht nur der Bedarf an Rechenleistung, sondern auch an Speicherplatz rapide. Während sich die Diskussion rund um KI-Infrastruktur bislang oft auf Grafikprozessoren konzentrierte, rückt nun die Speicherung der Datenmengen stärker in den Fokus.

Nach Angaben von Kioxia würde dieselbe Gesamtkapazität mit herkömmlichen SSDs zu je 30,72 Terabyte deutlich mehr Platz beanspruchen. Dafür wären sieben zusätzliche Server und insgesamt 280 weitere Laufwerke notwendig. Entsprechend würden auch Stromverbrauch und Platzbedarf im Rechenzentrum erheblich steigen.

Hohe Netzwerkleistung

Dell hebt zudem die Netzwerkleistung des Systems hervor. Der PowerEdge-Server unterstützt bis zu fünf Netzwerkkarten mit jeweils 400 Gigabit pro Sekunde. Das soll sicherstellen, dass die gespeicherten Daten schnell genug an KI-Anwendungen übertragen werden können. Denn große Datenmengen zu speichern ist nur ein Teil der Herausforderung. Sie effizient bereitzustellen, ist mindestens ebenso entscheidend.

Die Konfiguration arbeitet nach Angaben der Hersteller vollständig luftgekühlt. Auf aufwendige Flüssigkühlung verzichtet man. Das könnte den Einsatz in bestehenden Rechenzentren erleichtern. Für Privatnutzer bleibt die Technik allerdings außer Reichweite. SSDs mit mehreren hundert Terabyte Kapazität richten sich klar an Unternehmenskunden - inklusive entsprechend hoher Preise.
Zusammenfassung
  • Dell und Kioxia erzielen Rekord mit Server und 9,8 Petabyte Flash
  • PowerEdge R7725xd mit 40 NVMe-SSDs von Kioxia und AMD-EPYC-Prozessoren
  • Zielgruppe sind Unternehmen mit KI-Training, umfangreichen Backups und Archiven
  • Alternative Konfiguration mit kleineren SSDs würde sieben zusätzliche Server benötigen
  • Server unterstützt bis zu fünf 400-Gbit-Netzwerkkarten für KI-Datenübertragung
  • System arbeitet vollständig luftgekühlt ohne aufwendige Flüssigkühlung
  • Die hohen Kosten richten sich klar an Großunternehmen mit entsprechendem Budget

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