Intel könnte bald wieder Prozessoren für Apple-Hardware produzieren

Der US-Chipkonzern Intel könnte Apple als lukrativen Kunden zurückgewinnen. Allerdings nicht als Abnehmer der eigenen Prozessoren, sondern im neuen Foundry-Geschäft. Denn Apple will nicht mehr komplett von TSMC abhängig sein.
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Auch ist Samsung im Gespräch

Der Computerkonzern aus Cupertino prüft offenbar neue Wege in seiner Chipversorgung: Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur Bloomberg führt das Unternehmen erste Gespräche mit Intel und auch Samsung Electronics, um zukünftig die Chips für iPhones, iPads und Macs auch anderswo als beim langjährigen Partner TSMC fertigen zu lassen. Konkrete Aufträge gibt es bislang jedoch nicht.

Hintergrund der Überlegungen sind zunehmende Engpässe in der Lieferkette. Apple ist trotz seiner Größe nicht immun gegen globale Chipknappheit, die zuletzt durch den Boom bei KI-Rechenzentren sowie eine hohe Nachfrage nach leistungsstarken Computern verschärft wurde. Unternehmenschef Tim Cook räumte jüngst ein, dass fehlende Chips das Wachstum bremsen. Man habe aktuell "weniger Flexibilität in der Lieferkette als üblich".


Seit über einem Jahrzehnt entwickelt Apple seine eigenen SoC und lässt diese exklusiv von TSMC in Taiwan produzieren. Die neuesten Geräte setzen auf modernste 3-Nanometer-Technologie. Genau diese Abhängigkeit von einem einzigen Fertiger gilt zunehmend als Risiko - nicht zuletzt auch wegen geopolitischer Spannungen rund um Taiwan.

Riskante Abhängigkeit

Die Suche nach Alternativen gestaltet sich jedoch schwierig. Weder Intel noch Samsung können derzeit in gleichem Maße Fertigungskapazitäten und technologische Reife bieten wie TSMC. Für Intel wäre ein Auftrag von Apple dennoch ein bedeutender Erfolg: Der Konzern versucht seit Jahren, sein Auftragsfertigungsgeschäft auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Samsung wiederum liegt im globalen Wettbewerb zwar auf Platz zwei, hat aber ebenfalls Schwierigkeiten, mit TSMC Schritt zu halten.

Apple verfolgt grundsätzlich die Strategie, wichtige Komponenten von mehreren Zulieferern zu beziehen, um Abhängigkeiten zu reduzieren und bessere Preise zu verhandeln. Ähnliche Modelle gibt es bereits bei Displays und anderen Bauteilen. Zudem baut Apple gemeinsam mit TSMC seine Produktion in den USA aus: In Arizona sollen ab 2026 Chips in größerem Umfang gefertigt werden, wenn auch nur ein Bruchteil des Gesamtbedarfs.
Zusammenfassung
  • Apple prüft Intel und Samsung als alternative Chipfertiger, um TSMC-Abhängigkeit zu verringern
  • Tim Cook räumte ein, dass Engpässe das Wachstum von Apple aktuell bremsen
  • Die exklusive Fertigung bei TSMC gilt wegen geopolitischer Spannungen um Taiwan als Risiko
  • Intel würde mit einem Apple-Auftrag sein kümmerliches Foundry-Geschäft aufwerten
  • Samsung liegt im globalen Wettbewerb hinter TSMC und hinkt technologisch hinterher
  • Apple will Komponenten von mehreren Zulieferern beziehen, um flexibler zu verhandeln
  • Apple und TSMC entwickeln gemeinsam eine US-Produktionsstätte in Arizona ab 2026

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