Zum 45. Geburtstag: Microsoft stellt MS-DOS 1.0 als Open Source bereit
Zum 45. Jahrestag des Betriebssystems hat Microsoft den Quellcode der allerersten MS-DOS-Version für den IBM PC freigegeben. Dieses wurde zum Zeitpunkt seines Erscheinens offiziell noch als 86-DOS 1.00 bezeichnet und Microsoft kaufte es erst etwas später auf.
Besonderes Highlight sind Patersons handschriftliche Notizen, die wertvolle Einblicke in den Entwicklungsprozess, Zeitlinien, Feature-Implementierungen und sogar Fehlerkorrekturen bieten. Diese Artefakte werden zukünftig im Interim Computer Museum ausgestellt und wurden von Paterson persönlich gespendet.
Die Geschichte von 86-DOS ist eng mit der von Microsoft verknüpft. Im Jahr 1980 erhielt der damalige Microsoft-Chef Bill Gates den Auftrag, ein Betriebssystem für den neuen IBM PC zu liefern - und das unter erheblichem Zeitdruck. Anstatt ein System komplett neu zu entwickeln, erwarb Gates das CP/M-kompatible 86-DOS, auch bekannt als QDOS, für rund 50.000 Dollar von Seattle Computer Products und Tim Paterson. Dieser Kauf war ein entscheidender Schritt und legte den Grundstein für Microsofts Aufstieg zu einem der größten Technologiekonzerne der Welt. Infografik: Bill Gates - Das Leben des Microsoft-Gründers
Das ursprüngliche 86-DOS lief auf 160-KB-Disketten und unterstützte noch keine Festplatten. Es entwickelte sich jedoch zum Fundament des späteren MS-DOS, das in den 1980er und frühen 1990er Jahren zum dominierenden PC-Betriebssystem avancierte. Bislang waren die ältesten öffentlich zugänglichen MS-DOS-Versionen 1.25 und 2.0.
Bereits 2018 hatte Microsoft die Quellcodes von MS-DOS 1.25 und 2.11 als Open Source zur Verfügung gestellt, 2024 folgte der Quellcode für MS-DOS 4.0. Die aktuelle Freigabe des 86-DOS 1.00 Quellcodes stellt einen weiteren Meilenstein in der Verfügbarkeit digitaler Geschichte dar und ermöglicht Interessierten und Forschern einen Einblick in die Evolution des PCs.
Siehe auch:
Die Grundlage für Microsofts Größe
Ein Team von Historikern und Spezialisten für die Bewahrung digitaler Güter hat die Original-Quelldateien von Tim Paterson, dem Schöpfer von 86-DOS, aufwendig lokalisiert, gescannt und transkribiert. Die auf GitHub freigegebenen Daten zeigen nun nicht nur den Kernel von 86-DOS 1.00, sondern auch Entwicklungs-Momentaufnahmen des PC-DOS 1.00 Kernels sowie bekannte Dienstprogramme wie CHKDSK.Besonderes Highlight sind Patersons handschriftliche Notizen, die wertvolle Einblicke in den Entwicklungsprozess, Zeitlinien, Feature-Implementierungen und sogar Fehlerkorrekturen bieten. Diese Artefakte werden zukünftig im Interim Computer Museum ausgestellt und wurden von Paterson persönlich gespendet.
Die Geschichte von 86-DOS ist eng mit der von Microsoft verknüpft. Im Jahr 1980 erhielt der damalige Microsoft-Chef Bill Gates den Auftrag, ein Betriebssystem für den neuen IBM PC zu liefern - und das unter erheblichem Zeitdruck. Anstatt ein System komplett neu zu entwickeln, erwarb Gates das CP/M-kompatible 86-DOS, auch bekannt als QDOS, für rund 50.000 Dollar von Seattle Computer Products und Tim Paterson. Dieser Kauf war ein entscheidender Schritt und legte den Grundstein für Microsofts Aufstieg zu einem der größten Technologiekonzerne der Welt. Infografik: Bill Gates - Das Leben des Microsoft-Gründers
Das ursprüngliche 86-DOS lief auf 160-KB-Disketten und unterstützte noch keine Festplatten. Es entwickelte sich jedoch zum Fundament des späteren MS-DOS, das in den 1980er und frühen 1990er Jahren zum dominierenden PC-Betriebssystem avancierte. Bislang waren die ältesten öffentlich zugänglichen MS-DOS-Versionen 1.25 und 2.0.
Einblick in die Geschichte des PCs
Stacey Haffner, Leiterin von Microsofts Open Source-Gruppe, und GitHub-Chef Scott Hanselman betonten in einem Statement die Bedeutung dieser Veröffentlichung: "Diese Freigaben dienen dazu, historisch wichtige Systemsoftware für Studien, zur Bewahrung und aus bloßer Neugier zugänglich zu machen."Bereits 2018 hatte Microsoft die Quellcodes von MS-DOS 1.25 und 2.11 als Open Source zur Verfügung gestellt, 2024 folgte der Quellcode für MS-DOS 4.0. Die aktuelle Freigabe des 86-DOS 1.00 Quellcodes stellt einen weiteren Meilenstein in der Verfügbarkeit digitaler Geschichte dar und ermöglicht Interessierten und Forschern einen Einblick in die Evolution des PCs.
Zusammenfassung
- Microsoft veröffentlicht den Quellcode von MS-DOS 1.0 als Open Source
- Das System wurde ursprünglich als 86-DOS 1.00 von Tim Paterson entwickelt
- Bill Gates kaufte 86-DOS 1980 für rund 50000 Dollar von Seattle Computer
- Patersons handschriftliche Notizen geben Einblick in die Entwicklung
- Die Quelldateien wurden von Historikern lokalisiert und transkribiert
- Bereits 2018 stellte Microsoft ältere MS-DOS-Versionen als Open Source bereit
- Das ursprüngliche 86-DOS lief auf 160-KB-Disketten ohne Festplatten
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