Nvidia zeigt Path Tracing der Zukunft - Sparsamer, schneller, schöner
Path Tracing fordert aktuelle Gaming-Hardware enorm. Ein neuer Algorithmus von Nvidia soll die komplexe Lichtberechnung nun zwei- bis dreimal schneller machen und gleichzeitig Bildfehler reduzieren. Die Technik könnte schon bald zur Verfügung stehen.
Titel wie Cyberpunk 2077, Alan Wake 2 oder Black Myth: Wukong nutzen die rechenintensive Technik bereits. Für flüssige Bildraten sind Spieler aktuell jedoch stark auf KI-Skalierung über DLSS angewiesen. Das Kernproblem liegt in der enormen Rechenlast der globalen Beleuchtung, da Millionen von Lichtstrahlen simuliert werden müssen. Ein neuer Algorithmus setzt jetzt bei der Wiederverwendung von räumlichen und zeitlichen Daten an.
Wie Nvidia in einer aktuellen Studie (PDF) beschreibt, trägt die weiterentwickelte Technik den Namen ReSTIR PT Enhanced. Bisherige Verfahren werfen viele berechnete Lichtinformationen nach jedem Frame wieder weg. Die neue Methode speichert die Daten intelligent und nutzt sie für benachbarte Bildschirmpunkte weiter. Das entlastet den Grafikprozessor spürbar und ermöglicht die Darstellung von komplexeren Szenen mit physikalisch korrekten Schatten und Reflexionen in Echtzeit.
Das neue Path Tracing liefert bessere Ergebnisse und ist schneller
Interne Tests auf einer professionellen Workstation-Grafikkarte vom Typ RTX 5880 Ada zeigten eine deutliche Reduzierung der Renderzeiten. Bei einer Auflösung von 1080p fielen die durchschnittlichen Bildzeiten von 35 auf 15 Millisekunden. Ein Nachteil bleibt vorerst, dass die Technologie noch in der Erprobungsphase steckt. Sie ist aktuell nicht direkt in kommerziellen Spielen für normale Heimanwender verfügbar.
Sobald die Technik jedoch in gängige Entwicklerwerkzeuge integriert ist, könnten kommende Großprojekte wie The Witcher 4 oder Control Resonant davon profitieren. Gerade bei solchen Titeln mit großen offenen Welten bietet das verbesserte Path Tracing enorme Vorteile für die Atmosphäre und Glaubwürdigkeit der virtuellen Umgebung bei gleichzeitig geringerem Ressourcenverbrauch.
Was denkt ihr über die Fortschritte bei der Lichtberechnung in Spielen? Reicht euch die aktuelle Grafik oder wünscht ihr euch schnelleres Path Tracing? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Algorithmus beschleunigt Path Tracing
Path Tracing erzeugt in aktuellen Videospielen eine äußerst realistische Beleuchtung. Da die Technologie sämtliche Lichteffekte global berechnet, bringt sie jedoch selbst moderne Grafikkarten an ihre Leistungsgrenzen. Allerdings soll Nvidias kommende GPU-Generation "eine Million Mal" leistungsstärker als die Pascal-Architektur sein und so die Path-Tracing-Performance verbessern. Ein veröffentlichtes Forschungspapier zeigt nun zusätzlich kommende Neuerungen auf Softwareseite, mit denen die Geschwindigkeit der Berechnung teils verdreifacht werden soll.Titel wie Cyberpunk 2077, Alan Wake 2 oder Black Myth: Wukong nutzen die rechenintensive Technik bereits. Für flüssige Bildraten sind Spieler aktuell jedoch stark auf KI-Skalierung über DLSS angewiesen. Das Kernproblem liegt in der enormen Rechenlast der globalen Beleuchtung, da Millionen von Lichtstrahlen simuliert werden müssen. Ein neuer Algorithmus setzt jetzt bei der Wiederverwendung von räumlichen und zeitlichen Daten an.
Nvidia ReSTIR PT Enhanced: Nächste Evolutionsstufe des Path Tracing
Wie Nvidia in einer aktuellen Studie (PDF) beschreibt, trägt die weiterentwickelte Technik den Namen ReSTIR PT Enhanced. Bisherige Verfahren werfen viele berechnete Lichtinformationen nach jedem Frame wieder weg. Die neue Methode speichert die Daten intelligent und nutzt sie für benachbarte Bildschirmpunkte weiter. Das entlastet den Grafikprozessor spürbar und ermöglicht die Darstellung von komplexeren Szenen mit physikalisch korrekten Schatten und Reflexionen in Echtzeit.
Effizientere Lichtberechnung
Das Team vereint dabei erstmals die Berechnungen für direkte und indirekte Beleuchtung in einem gemeinsamen Prozess. Das Verfahren reduziert die Datenduplizierung dadurch deutlich und passt sich dynamisch an die im Spiel dargestellten Materialien an. So verringern sich auch unerwünschtes Bildrauschen und optische Fehler bei bewegten Objekten.
Das neue Path Tracing liefert bessere Ergebnisse und ist schneller
Interne Tests auf einer professionellen Workstation-Grafikkarte vom Typ RTX 5880 Ada zeigten eine deutliche Reduzierung der Renderzeiten. Bei einer Auflösung von 1080p fielen die durchschnittlichen Bildzeiten von 35 auf 15 Millisekunden. Ein Nachteil bleibt vorerst, dass die Technologie noch in der Erprobungsphase steckt. Sie ist aktuell nicht direkt in kommerziellen Spielen für normale Heimanwender verfügbar.
Sobald die Technik jedoch in gängige Entwicklerwerkzeuge integriert ist, könnten kommende Großprojekte wie The Witcher 4 oder Control Resonant davon profitieren. Gerade bei solchen Titeln mit großen offenen Welten bietet das verbesserte Path Tracing enorme Vorteile für die Atmosphäre und Glaubwürdigkeit der virtuellen Umgebung bei gleichzeitig geringerem Ressourcenverbrauch.
Was denkt ihr über die Fortschritte bei der Lichtberechnung in Spielen? Reicht euch die aktuelle Grafik oder wünscht ihr euch schnelleres Path Tracing? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Nvidias neuer Algorithmus macht Path Tracing zwei- bis dreimal schneller
- ReSTIR PT Enhanced nutzt Lichtdaten über Frames und Pixel hinweg erneut
- Direkte und indirekte Beleuchtung werden erstmals gemeinsam berechnet
- Das senkt die Datenduplizierung, Rauschen und Fehler bei bewegten Objekten
- Tests auf RTX 5880 Ada reduzierten bei 1080p die Bildzeit von 35 auf 15 Millisekunden
- Noch läuft die Technik in Tests, gilt aber bereits als seriennah
Siehe auch:
- Nvidia mit Plan B: RTX 5050 verzögert sich, RTX 3060 soll Lücke füllen
- Nvidia: Reklamationskosten explodieren - 894 Mio. $ für defekte GPUs
- DLSS 4.5: Update der Nvidia-App bringt mehr Leistung für RTX-Karten
- Wegen 'Urheberrechtsverletzung': YouTube sperrt Nvidias DLSS-5-Video
- Speicherkrise für Gamer entschärft? Nvidia-KI-Kompression beeindruckt
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