Auch der Iran-Krieg löst Chinas riesige Solar-Überproduktion nicht
Der Krieg im Iran und die dadurch ausgelöste Verknappung von Öl sorgt für eine höhere Nachfrage nach erneuerbaren Energieträgern. Doch die massive Überproduktion der chinesischen Solar-Industrie kann damit nicht aufgelöst werden.
In der Branche selbst überwiegt jedoch Skepsis, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. "Die Nachfrage könnte leicht steigen, aber das wird das grundlegende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nicht verändern", sagte ein Manager eines Solarunternehmens. Das Problem sei, dass die enormen Produktionskapazitäten in China weiterhin bestehen und nicht ausreichend abgebaut würden. Einige Firmen würden überleben, andere hingegen nicht.
Analysen zufolge konnten chinesische Solarfabriken im Jahr 2025 fast doppelt so viele Module produzieren, wie weltweit benötigt wurden. Trotz politischer Bemühungen zur Eindämmung des Überangebots wurden Teile der Lieferkette zuletzt sogar weiter ausgebaut. Besonders bei Polysilizium, Wafern und Solarzellen stiegen die Kapazitäten erneut.
Auch geopolitische Faktoren begrenzen das Wachstum. Handelsbarrieren erschweren beispielsweise den Zugang zum US-Markt, während in China selbst die Nachfrage infolge neuer Marktmechanismen im Stromsektor voraussichtlich sinken wird. Europa bleibt zwar ein wichtiger Absatzmarkt, doch ein Boom wie nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 gilt als unwahrscheinlich. Damals waren die Energiepreise deutlich stärker gestiegen als heute.
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Bedarf steigt, aber nicht genug
Zwar reagierten die Aktien chinesischer Anbieter grüner Energie zunächst positiv auf die Eskalation Ende Februar und legten zeitweise um mehr als zehn Prozent zu. Denn der deutliche Anstieg der Ölpreise auf nahezu 100 Dollar pro Barrel zwingt Regierungen weltweit, ihre Energiepolitik zu überdenken. Investoren spekulieren daher auf einen Schub für Solarenergie und andere erneuerbare Technologien.In der Branche selbst überwiegt jedoch Skepsis, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. "Die Nachfrage könnte leicht steigen, aber das wird das grundlegende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nicht verändern", sagte ein Manager eines Solarunternehmens. Das Problem sei, dass die enormen Produktionskapazitäten in China weiterhin bestehen und nicht ausreichend abgebaut würden. Einige Firmen würden überleben, andere hingegen nicht.
Analysen zufolge konnten chinesische Solarfabriken im Jahr 2025 fast doppelt so viele Module produzieren, wie weltweit benötigt wurden. Trotz politischer Bemühungen zur Eindämmung des Überangebots wurden Teile der Lieferkette zuletzt sogar weiter ausgebaut. Besonders bei Polysilizium, Wafern und Solarzellen stiegen die Kapazitäten erneut.
Viele andere Effekte
Zusätzlich dämpfen kurzfristige Effekte die Nachfrage: Viele Käufer hatten ihre Bestellungen vorgezogen, um von auslaufenden Exportsteuervergünstigungen zu profitieren. Dadurch befindet sich die Branche derzeit in einer Art "Nebensaison", berichten mehrere Insider.Auch geopolitische Faktoren begrenzen das Wachstum. Handelsbarrieren erschweren beispielsweise den Zugang zum US-Markt, während in China selbst die Nachfrage infolge neuer Marktmechanismen im Stromsektor voraussichtlich sinken wird. Europa bleibt zwar ein wichtiger Absatzmarkt, doch ein Boom wie nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 gilt als unwahrscheinlich. Damals waren die Energiepreise deutlich stärker gestiegen als heute.
Zusammenfassung
- Der Iran-Krieg erhöht den Öldruck, doch Chinas Solarflut bleibt bestehen
- Aktien grüner Anbieter stiegen kurzzeitig, getragen von Ölpreisen nahe 100 Dollar
- Branchenmanager sehen nur leichte Mehrnachfrage und ein fortbestehendes Überangebot
- 2025 produzierten Chinas Fabriken fast doppelt so viele Module wie benötigt
- Trotz politischer Bremsen wuchsen Kapazitäten bei Polysilizium, Wafern und Zellen
- Handelsbarrieren, Vorzieheffekte und schwächere Inlandsnachfrage dämpfen den Ausblick
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