Nie erschienenes LG Rollable im Teardown - Besser als jedes Foldable?
LG arbeitete kurz vor der Schließung seiner Smartphone-Sparte an einem Gerät mit ausrollbarem Bildschirm. Obwohl die Veröffentlichung bereits angekündigt war, erschien das LG Rollable nie. Nun enthüllt ein Blick in das Innere die komplexe Mechanik.
Das Konzept sah vor, die Problematik einer sichtbaren Falz im Bildschirm zu umgehen, die bei Faltgeräten oft als störend empfunden wird. Statt den Bildschirm in der Mitte zu knicken, setzt das Gerät auf ein flexibles OLED-Panel, das sich aus dem Gehäuse ausrollt. Fünf Jahre nach der Entwicklung zeigt sich nun, wie weit die Ingenieure damals mit der Umsetzung waren und welche technischen Hürden für das Design überwunden wurden.
Auf YouTube ansehen
Um das flexible Panel beim Ausfahren vor Schmutz zu schützen, säumen feine Bürsten das Gehäuse, die Staub und Partikel abwehren. Im eingefahrenen Zustand bewegt sich der restliche Bildschirm auf die Rückseite unter eine schützende Glasscheibe. Dort dient er als sekundäres Display, etwa für Selfie-Vorschauen oder Benachrichtigungen. Damit besitzt das Gerät durchaus einige Vorteile gegenüber Foldables.
Neben der Display-Mechanik bietet das Gerät Hardware, die dem Standard von 2021 entspricht:
Letztlich dokumentiert der Teardown das Vorhaben von LG, den Smartphone-Markt mit einer neuen Formsprache zu bedienen. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit oft mit ungewöhnlichen Formaten experimentiert, darunter auch das Modell LG Wing mit seinem rotierenden Doppel-Display. Das LG Rollable reiht sich in diese Tradition ein, bleibt aber ein Stück Technikgeschichte, das der Öffentlichkeit vorenthalten wurde.
Würdet ihr einem 'Roll-Gerät' den Vorzug vor einem Falt-Smartphone geben? Glaubt ihr an ein Comeback der Technik? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.
Siehe auch:
Ein fast fertiges Konzept
Bevor Elektronikkonzern LG im Jahr 2021 seine Smartphone-Sparte schloss, stand das Unternehmen kurz vor der Veröffentlichung eines ungewöhnlichen Geräts. Das LG Rollable sollte eine Alternative zu Falt-Smartphones bieten und war sogar schon offiziell angekündigt. Es kam jedoch nie in den regulären Handel. Lediglich eine kleine Stückzahl wurde produziert und intern an Mitarbeiter verteilt, bevor der gesamte Geschäftsbereich endgültig eingestampft wurde.Das Konzept sah vor, die Problematik einer sichtbaren Falz im Bildschirm zu umgehen, die bei Faltgeräten oft als störend empfunden wird. Statt den Bildschirm in der Mitte zu knicken, setzt das Gerät auf ein flexibles OLED-Panel, das sich aus dem Gehäuse ausrollt. Fünf Jahre nach der Entwicklung zeigt sich nun, wie weit die Ingenieure damals mit der Umsetzung waren und welche technischen Hürden für das Design überwunden wurden.
Auf YouTube ansehenKomplexe Mechanik im Inneren
Einen detaillierten Blick auf die verbauten Komponenten liefert jetzt ein Teardown. Wie der Kanal JerryRigEverything in seinem YouTube-Video zeigt, verbirgt sich unter der Hülle eine aufwendige Konstruktion. Das Herzstück bilden zwei Motoren, die mit einer federbelasteten Struktur aus drei Armen arbeiten. Das System vergrößert das Display von 5,5 auf 7,5 Zoll. Dabei fährt der Bildschirm aus dem rechten Rand des Gehäuses heraus und verwandelt das Telefon in ein kleines Tablet.Um das flexible Panel beim Ausfahren vor Schmutz zu schützen, säumen feine Bürsten das Gehäuse, die Staub und Partikel abwehren. Im eingefahrenen Zustand bewegt sich der restliche Bildschirm auf die Rückseite unter eine schützende Glasscheibe. Dort dient er als sekundäres Display, etwa für Selfie-Vorschauen oder Benachrichtigungen. Damit besitzt das Gerät durchaus einige Vorteile gegenüber Foldables.
Neben der Display-Mechanik bietet das Gerät Hardware, die dem Standard von 2021 entspricht:
- 64 Megapixeln Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung
- Ultraweitwinkelsensor mit 12 Megapixeln
- Akku mit einer Kapazität von 4500 mAh
- Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
Das Design auf dem Prüfstand
Obwohl die Konstruktion im Video funktionsfähig ist und das Zerlegen weitgehend übersteht, zeigt das Design potenzielle Schwächen. Der Mechanismus wirkt durch die vielen winzigen Zahnräder und Federn stark überkonstruiert. Es ist unklar, ob die Bauweise den Anforderungen einer Massenproduktion oder dem rauen Alltag standgehalten hätte. Laut internen Tests von LG war der Motor für 200.000 Bewegungen ausgelegt, was in der Praxis jedoch ungetestet bleibt.Letztlich dokumentiert der Teardown das Vorhaben von LG, den Smartphone-Markt mit einer neuen Formsprache zu bedienen. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit oft mit ungewöhnlichen Formaten experimentiert, darunter auch das Modell LG Wing mit seinem rotierenden Doppel-Display. Das LG Rollable reiht sich in diese Tradition ein, bleibt aber ein Stück Technikgeschichte, das der Öffentlichkeit vorenthalten wurde.
Würdet ihr einem 'Roll-Gerät' den Vorzug vor einem Falt-Smartphone geben? Glaubt ihr an ein Comeback der Technik? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- LG schloss seine Smartphone-Sparte im Jahr 2021 und stampfte alles ein
- Das LG Rollable war offiziell angekündigt, kam aber nie in den Handel
- Ein Teardown-Video zeigt jetzt die innovative Konstruktion des Smartphones
- Der flexible OLED-Bildschirm rollt sich aus dem Gehäuse statt zu falten
- Zwei Motoren vergrößern das Display von 5,5 auf 7,5 Zoll
- Feine Bürsten am Gehäuse schützen das flexible Panel vor Schmutzpartikeln
- Der Motor war laut internen Tests für 20.0000 Bewegungen ausgelegt
- Das Gerät bleibt ein nie veröffentlichtes Stück der Technikgeschichte
Siehe auch:
- Google Pixel 11: CAD-Render zeigen Pro-Modell mit 'neuem' Design
- Google Pixel 10 Pro: Viel zu heiße Taschenlampe schmilzt Kameraglas
- Exynos vs. Snapdragon: Galaxy-S26-Akkulaufzeit drastisch verschieden
- Überraschung: Ein Kriterium ist Handy-Käufern wichtiger als der Preis
- Samsung Galaxy Z Fold 8: CAD-Leak zeigt Design des neuen Foldables
Thema:
Das Google Pixel 8 im Preisvergleich
Beliebt im Preisvergleich
- Handys ohne Vertrag:
Android-Videos
- Pixel 10a: Reicht das Einsteigermodell oder doch besser Premium?
- POCO X8 Pro im Test: Viel Smartphone für einen recht kleinen Preis
- Klein, günstig aber mit Schwächen: Magcubic Mini-Beamer im Test
- MagicPad 4: Honors Versuch zum Tablet-Gipfelsturm im Test
- Erstaunliche Vielfalt: Die besten Tablets für unter 300 Euro
Neue Android-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- RTX 3050 Ti: Leak zu nie erschienener GPU zeigt, was hätte sein können
- Großangriff: Wurm killt Microsoft-GitHub-Repos - mit schweren Folgen
- Neues Outlook: Diese 15 Features sollen User vom Umstieg überzeugen
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- ChatGPT: OpenAI verbessert Sicherheit für Nutzer mit Lockdown-Modus
- 30 Mrd. Dollar für Elon Musk: Google mietet Rechenleistung bei SpaceX
- Nur für 2 Tage: Media Markt und Saturn schenken euch die MwSt.
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen