Artemis II gestartet: Endlich wieder Menschen auf dem Weg zum Mond
Der US-Raumfahrtbehörde NASA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zum Mond gelungen: In der letzten Nacht hob die Schwerlastrakete Space Launch System (SLS) in Cape Canaveral ab und brachte die Mission Artemis II auf den Weg.
Die rund zehntägige Mission markiert einen historischen Meilenstein: Erstmals gehören eine Frau und eine schwarze Person zur Besatzung eines bemannten Fluges in eine Mondumlaufbahn. Gleichzeitig ist es die erste bemannte Mondmission seit mehr als fünf Jahrzehnten. Zuletzt hatte 1972 Apollo 17 Menschen zum Erdtrabanten gebracht.
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In den ersten Stunden nach dem Start soll die Orion-Kapsel ihre Umlaufbahn um die Erde erreichen und umfangreiche System- sowie Navigationstests durchführen. Nach zwei Tagen im Erdorbit beginnt die eigentliche Reise zum Mond. Etwa am dritten oder vierten Tag tritt das Raumschiff in den Einflussbereich der Mondgravitation ein. Die Astronauten werden den Mond in einer Höhe von 6000 bis 9000 Kilometern umrunden, jedoch nicht landen.
Eine besonders kritische Phase steht bevor, wenn die Kapsel die Rückseite des Mondes passiert: Für rund 50 Minuten wird der Funkkontakt zur Erde unterbrochen sein. In dieser Zeit soll die Crew eigenständig Daten sammeln und hochauflösende Bilder aufnehmen. Unterstützt wird sie dabei durch modernste Technik, die deutlich leistungsfähiger ist als zu Zeiten der Apollo-Missionen.
Auch geopolitisch gewinnt das Projekt an Bedeutung. Die USA stehen im Wettbewerb mit China, das sein eigenes Mondprogramm zügig ausbaut und ebenfalls eine bemannte Landung anstrebt. Wer zuerst dauerhafte Strukturen auf dem Mond errichtet, könnte sich strategische Vorteile sichern, etwa beim Zugang zu Ressourcen in den dauerhaft schattigen Kratern am Südpol.
Nach Abschluss von Artemis II soll das Programm angepasst werden. Die erste bemannte Mondlandung wird voraussichtlich auf eine spätere Mission verschoben, während zuvor weitere Tests im Erdorbit geplant sind.
Siehe auch:
Toilette ist kaputt
Pünktlich um 18:36 Uhr Ortszeit erfolgte der Start. Bei uns war es also bereits 00:36 Uhr donnerstags. An Bord der Kapsel Orion befinden sich vier Astronautinnen und Astronauten. Der Start verlief planmäßig und ohne größere Zwischenfälle. Nach dem Start setzte allerdings einmal der Funkkontakt kurz aus und die Astronautin Christina Koch meldete, dass sich die Bord-Toilette aufgrund eines Fehlers deaktiviert hat.Die rund zehntägige Mission markiert einen historischen Meilenstein: Erstmals gehören eine Frau und eine schwarze Person zur Besatzung eines bemannten Fluges in eine Mondumlaufbahn. Gleichzeitig ist es die erste bemannte Mondmission seit mehr als fünf Jahrzehnten. Zuletzt hatte 1972 Apollo 17 Menschen zum Erdtrabanten gebracht.
Auf YouTube ansehenIn den ersten Stunden nach dem Start soll die Orion-Kapsel ihre Umlaufbahn um die Erde erreichen und umfangreiche System- sowie Navigationstests durchführen. Nach zwei Tagen im Erdorbit beginnt die eigentliche Reise zum Mond. Etwa am dritten oder vierten Tag tritt das Raumschiff in den Einflussbereich der Mondgravitation ein. Die Astronauten werden den Mond in einer Höhe von 6000 bis 9000 Kilometern umrunden, jedoch nicht landen.
Eine besonders kritische Phase steht bevor, wenn die Kapsel die Rückseite des Mondes passiert: Für rund 50 Minuten wird der Funkkontakt zur Erde unterbrochen sein. In dieser Zeit soll die Crew eigenständig Daten sammeln und hochauflösende Bilder aufnehmen. Unterstützt wird sie dabei durch modernste Technik, die deutlich leistungsfähiger ist als zu Zeiten der Apollo-Missionen.
Grundlagen für kommende Landungen
Ziel von Artemis II ist es vor allem, die Sicherheit und Funktionsfähigkeit aller Systeme für zukünftige bemannte Mondlandungen zu überprüfen. Erst danach will die NASA konkrete Vorbereitungen für Landungen und den Aufbau langfristig bewohnter Mondbasen vorantreiben.Auch geopolitisch gewinnt das Projekt an Bedeutung. Die USA stehen im Wettbewerb mit China, das sein eigenes Mondprogramm zügig ausbaut und ebenfalls eine bemannte Landung anstrebt. Wer zuerst dauerhafte Strukturen auf dem Mond errichtet, könnte sich strategische Vorteile sichern, etwa beim Zugang zu Ressourcen in den dauerhaft schattigen Kratern am Südpol.
Nach Abschluss von Artemis II soll das Programm angepasst werden. Die erste bemannte Mondlandung wird voraussichtlich auf eine spätere Mission verschoben, während zuvor weitere Tests im Erdorbit geplant sind.
Zusammenfassung
- Artemis II startete am 2. April 2026 von Cape Canaveral zum Mond
- Vier Astronauten befinden sich an Bord der Orion-Kapsel der NASA
- Erstmals sind eine Frau und eine schwarze Person bei Mondmission dabei
- Es ist die erste bemannte Mondmission seit Apollo 17 im Jahr 1972
- Die Crew umrundet den Mond ohne Landung in großer Höhe von 6000 km
- Beim Passieren der Mondrückseite fällt der Funkkontakt 50 Minuten aus
- Die USA stehen im geopolitischen Wettbewerb mit Chinas Mondprogramm
Siehe auch:
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