Google Fotos: Android-App verliert beliebte "magische" Schnellzugriffe

Google ändert die Bedienung seiner beliebten Foto-App für Android-Geräte. Ein neues Update entfernt die direkten Gesten für KI-Werkzeuge wie den Magischen Radierer. Das soll versehentliche Eingaben verhindern, bremst aber erfahrene Nutzer aus.
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WinFuture/KI-generiert

Gestensteuerung für KI-Tools entfällt

Google verändert die Benutzeroberfläche seiner Galerie-Anwendung Google Fotos für Android-Smartphones grundlegend. Mit einem aktuellen Update streicht das Unternehmen die Möglichkeit, bestimmte KI-gestützte Bearbeitungswerkzeuge direkt über Gesten auf dem Bild aufzurufen. Bislang konnten Anwender verschiedene Funktionen des Editors aktivieren, indem sie das entsprechende Objekt auf dem Bildschirm antippten, einkreisten oder übermalten. Das intuitive Bedienkonzept gehörte lange zu den zentralen Merkmalen der App.

Die direkten Verknüpfungen auf der Anzeige fallen nun vollständig weg.Die Streichung der Schnellzugriffe zwingt Nutzer dazu, die Werkzeuge künftig auf klassischem Weg über das reguläre Bearbeitungsmenü im unteren Bildschirmbereich aufzurufen.

Für Anwender, die das System für schnelle Korrekturen oft nutzen, bedeutet das einen zusätzlichen Aufwand und einen spürbar langsameren Arbeitsfluss. Gleichzeitig klagten in der Vergangenheit viele Personen über versehentliche Aktivierungen der KI-Funktionen, wenn sie eigentlich nur ein Bild zuschneiden, heranzoomen oder drehen wollten. Das aktuelle Update soll genau solche fehlerhaften Eingaben reduzieren.


Wie 9to5Google schreibt, begründet der Suchmaschinenkonzern den Schritt nicht nur mit der Vermeidung von ungewollten Klicks auf dem Touchscreen. Die Reduzierung der permanent aktiven Gestenerkennung im Hintergrund solle zudem die Speicherleistung auf Android-Geräten gezielt optimieren. Jeder eingesparte Prozess hilft dabei, die allgemeine Reaktionszeit der Software zu verbessern.

Da moderne KI-Funktionen ohnehin viel Arbeitsspeicher beanspruchen, führt eine Entlastung des RAMs besonders auf älteren Smartphones zu einer flüssigeren Nutzung der gesamten Anwendung. Ein ständiges Warten auf Eingaben kostet wertvolle Systemressourcen, die nun anderweitig zur Verfügung stehen. Die Entwickler fokussieren sich dabei auf eine verbesserte Stabilität.

Menüstruktur statt Schnellzugriff

Folgende drei KI-Werkzeuge lassen sich nun nicht mehr durch einfache Bildschirmgesten aufrufen: das Verschieben von Objekten innerhalb eines Fotos, das Löschen von störenden Elementen im Hintergrund sowie das Erzeugen neuer Bildbereiche durch generative KI.

Gelegenheitsnutzer erhalten eine aufgeräumtere Oberfläche und machen weniger Fehler bei der Bedienung. Erfahrene Anwender müssen sich hingegen an die längeren Wege durch die Menüstruktur gewöhnen. Das Update wird aktuell schrittweise für alle Android-Nutzer ausgerollt.

Wie bewertet ihr den Wegfall der Gestensteuerung in Google Fotos? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren mit uns.

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