RISC-V: China baut ersten Server-Prozessor mit offener Architektur
Chinas Bemühungen, sich von westlichen Herstellern und Technologien unabhängiger zu machen, haben einen neuen Meilenstein erreicht. Erstmals führt ein chinesischer Anbieter jetzt eine Server-CPU ein, die auf der RISC-V-Architektur basiert.
Die sogenannte RiVAI Lingyu CPU ist der erste High-Performance-Chip auf RISC-V-Basis für Server, der in China entwickelt und produziert wird. Der Chip setzt auf ein Konzept, bei dem Rechenkerne zweier verschiedener Architekturen im gleichen Chip stecken. Einerseits verfügt er über 32 CPU-Kerne zur Erledigung diverser Aufgaben aus verschiedenen Bereichen, es gibt aber auch noch acht sogenannte Intelligent Computing Kerne, die aus LPU bezeichnet werden.
Genauere Details zu dem neuen Chip stehen bisher nicht zur Verfügung. RiVAI hat sich aber nach eigenen Angaben mit einer Reihe von hochkarätigen Partnern zusammengetan, um die Verwendung seiner Chips auf RISC-V-Basis in China zu fördern. Dazu gehört unter anderem der chinesische PC- und Server-Hersteller Lenovo, der die Lingyu CPU in seinen Systemen einsetzen will.
Mit der weitreichenden Verwendung der Open-Source-Architektur RISC-V will sich China, natürlich auf Drängen der Regierung, von ARM- und x86-/x64-Prozessoren lösen, deren proprietären Technologien Firmen aus den USA und Europa gehören. Zwar können RISC-V-Chips bezüglich Leistung bisher nicht mit den weiter verbreiteten ARM- und x86-Chips mithalten, dafür können chinesische Firmen die Architektur aber aufgrund ihrer offenen Natur ganz nach Bedarf anpassen, ohne Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Siehe auch:
- Chinesischer Anbieter führt erste Server-CPU auf RISC-V-Basis ein
- RiVAI Technologies präsentiert RiVAI Lingyu CPU für Server
- Chip kombiniert 32 CPU-Kerne mit 8 Intelligent Computing Kernen
- Ziel: Effizientes Inferencing bei Open-Source-LLMs in KI-Rechenzentren
- Partnerschaft mit Lenovo zur Förderung von RISC-V-Chips in China
- China strebt Unabhängigkeit von ARM- und x86-/x64-Prozessoren an
- RISC-V-Architektur ermöglicht Anpassungen ohne Lizenzgebühren
Lingyu CPU mit 32 + 8 Rechenkernen
Auch in China können die Betreiber von Servern und Rechenzentren bisher auf Chips von Intel, AMD oder auch einigen Anbietern von ARM-Chips nicht verzichten. Dies ändert sich jetzt, zumindest wenn die Anforderungen der jeweiligen Nutzer nicht zu hoch sind, denn der Hersteller RiVAI Technologies bringt laut TMTPost erstmals einen Server-Prozessor auf RISC-V-Basis auf den Markt.Die sogenannte RiVAI Lingyu CPU ist der erste High-Performance-Chip auf RISC-V-Basis für Server, der in China entwickelt und produziert wird. Der Chip setzt auf ein Konzept, bei dem Rechenkerne zweier verschiedener Architekturen im gleichen Chip stecken. Einerseits verfügt er über 32 CPU-Kerne zur Erledigung diverser Aufgaben aus verschiedenen Bereichen, es gibt aber auch noch acht sogenannte Intelligent Computing Kerne, die aus LPU bezeichnet werden.
Lenovo als Hardware-Partner an Bord
Sinn dieser Konfiguration ist es, Aufgaben wie das Inferencing bei Open-Source-LLMs effizient durchführen zu können, der Chip soll also in KI-Rechenzentren sein Zuhause finden. Gleichzeitig versucht man mit dem Design eine gute Mischung von Rechenleistung und Energieeffizienz zu finden, um so die Betriebskosten gering zu halten.Genauere Details zu dem neuen Chip stehen bisher nicht zur Verfügung. RiVAI hat sich aber nach eigenen Angaben mit einer Reihe von hochkarätigen Partnern zusammengetan, um die Verwendung seiner Chips auf RISC-V-Basis in China zu fördern. Dazu gehört unter anderem der chinesische PC- und Server-Hersteller Lenovo, der die Lingyu CPU in seinen Systemen einsetzen will.
Mit der weitreichenden Verwendung der Open-Source-Architektur RISC-V will sich China, natürlich auf Drängen der Regierung, von ARM- und x86-/x64-Prozessoren lösen, deren proprietären Technologien Firmen aus den USA und Europa gehören. Zwar können RISC-V-Chips bezüglich Leistung bisher nicht mit den weiter verbreiteten ARM- und x86-Chips mithalten, dafür können chinesische Firmen die Architektur aber aufgrund ihrer offenen Natur ganz nach Bedarf anpassen, ohne Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Siehe auch:
- Bye bye x86 & ARM? Chinas Regierung will voll auf RISC-V-CPUs setzen
- Ohne ARM: Qualcomm kündigt RISC-V-CPU für Wearables mit Android an
- Die frischen Intel-CPUs im Herbst: Neue Infos zum Raptor Lake Refresh
- China: Neue Design-KI entwickelt komplette RISC-V-CPU in fünf Stunden
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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