Bye bye x86 & ARM? Chinas Regierung will voll auf RISC-V-CPUs setzen

Die offene CPU-Architektur RISC-V erhält offenbar bald einen kräfti­gen Schub. Angeblich möchte die chinesische Regierung erstmals ei­ne offizielle Anweisung herausgeben, laut der Firmen und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf RISC-V anstelle von x86- oder ARM-CPUs setzen sollen.
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RISC-V International / WinFuture

China will erstmals RISC-V ganz offiziell fördern

China will erstmals offizielle Richtlinien ausgeben, die die Entwicklung von Prozessoren auf Basis von RISC-V fördern sollen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der mit der Formulierung der neuen Vorgaben befassten Stellen in China.

Aktuell arbeiten die Cyberspace Administration of China (CAC), das chinesische Ministerium für die Industrie und Informationstechnologie (CMIIT), das Wissenschafts- und Technologieministerium und die chinesische nationale Patentbehörde an Vorgaben zur verstärkten Nutzung von RISC-V-Chips.


RISC-V als kostengünstige Alternative

Für China stellt RISC-V mit seiner quelloffenen Natur offenbar eine attraktive Alternative zu Architekturen wie x86 und ARM dar. Die proprietären Architekturen wurden jeweils von Intel aus den USA und ARM aus Großbritannien entwickelt und befinden sich somit in westlicher Hand. In den letzten Jahren hat die chinesische Technologieindustrie bereits begonnen, stark auf RISC-V-Lösungen zu setzen, es gab jedoch bisher keine entsprechende offizielle Anweisung.

Bisher werden Chips auf Basis von RISC-V vor allem für Mikrocontroller und weniger leistungsfähige CPUs eingesetzt. Mit entsprechender staatlicher Förderung könnten chinesische Firmen auch verstärkt in leistungsfähigere RISC-V-Chips investieren, die unter anderem für KI-Lösungen eingesetzt werden könnten.

Die RISC-V ISA (Instruction Set Architecture) wird unter anderem bereits von dem chinesischen Internetkonzern Alibaba und dem Technologiekonzern Huawei eingesetzt. Angeblich könnten chinesische Firmen vor allem von den niedrigeren Kosten für die Verwendung von RISC-V-Chips profitieren, auch wenn ihre Leistung auf absehbare Zeit weit hinter den Möglichkeiten von x86- oder ARM-basierten CPUs zurückbleiben dürfte. Möglich wird dies unter anderem, weil keine Lizenzgebühren für RISC-V-Chips anfallen.

Zusammenfassung
  • China plant offizielle Richtlinien zur Förderung von RISC-V-Prozessoren
  • RISC-V als Alternative zu westlichen Architekturen wie x86 und ARM
  • Mehrere chinesische Behörden arbeiten an Vorgaben für RISC-V-Nutzung
  • Bislang vor allem in Mikrocontrollern und schwächeren CPUs eingesetzt
  • Staatliche Förderung könnte Entwicklung leistungsfähigerer Chips antreiben
  • Alibaba und Huawei setzen bereits auf RISC-V-Technologie
  • Vorteile: Quelloffene Natur und geringere Kosten durch fehlende Lizenzen

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