Cloudflare: 2027 reden im Internet mehrheitlich Maschinen miteinander
Das Internet war eigentlich als Medium für die Kommunikation zwischen Menschen gedacht. Zunehmend dient es aber als Kanal dafür, dass insbesondere KI-Systeme sich miteinander unterhalten. Dies wird den Traffic in Kürze sogar dominieren.
Grund für diese Entwicklung ist vor allem der rasante Fortschritt generativer KI. Solche Systeme benötigen enorme Datenmengen und greifen dafür automatisiert auf unzählige Webseiten zu. Während ein Mensch bei der Suche nach einem Produkt vielleicht nur einige wenige Seiten besucht, durchforsten KI-gesteuerte Programme tausende Quellen gleichzeitig. Dieser massive Unterschied führt zu einem deutlich höheren Datenaufkommen und stellt Betreiber von Webseiten vor neue Herausforderungen.
Vor dem Boom der generativen KI lag der Anteil automatisierter Zugriffe laut Prince bei rund 20 Prozent. Damals dominierten vor allem Suchmaschinen-Crawler wie die von Google das Bild, daneben gab es nur wenige weitere legitime Anwendungen sowie einige schadhafte Bots. Heute jedoch wächst der Bedarf an Daten durch KI-Systeme nahezu ungebremst - und damit auch der Bot-Verkehr.
Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, seien neue technische Lösungen notwendig. Prince sprach von "Sandboxes", also temporären digitalen Umgebungen, in denen KI-Agenten Aufgaben erledigen können - etwa die Planung einer Reise - und anschließend wieder gelöscht werden. In Zukunft könnten davon Millionen pro Sekunde entstehen.
Für Unternehmen wie Cloudflare eröffnet diese Entwicklung zugleich neue Geschäftsmöglichkeiten. Mit Dienstleistungen zur Absicherung und Beschleunigung von Webseiten sowie Schutz vor Überlastungsangriffen positioniert sich die Firma als wichtiger Akteur in der neuen KI-getriebenen Internetlandschaft. Prince sieht in der Entwicklung einen grundlegenden Wandel: Ähnlich wie der Übergang vom Desktop zum Smartphone markiere KI einen neuen Plattformwechsel.
Siehe auch:
Bot-Traffic steigt massiv
Nach Einschätzung von Matthew Prince, Chef des Infrastruktur-Betreibers Cloudflare, wird der Datenverkehr durch automatisierte Programme schon im kommenden Jahr den von Menschen übertreffen. Spätestens 2027 könnten Bots mehr Aktivitäten im Netz verursachen als menschliche Nutzer, erklärte Prince laut eines Berichts des US-Magazins TechCrunch auf der Technologiekonferenz SXSW in Austin.Grund für diese Entwicklung ist vor allem der rasante Fortschritt generativer KI. Solche Systeme benötigen enorme Datenmengen und greifen dafür automatisiert auf unzählige Webseiten zu. Während ein Mensch bei der Suche nach einem Produkt vielleicht nur einige wenige Seiten besucht, durchforsten KI-gesteuerte Programme tausende Quellen gleichzeitig. Dieser massive Unterschied führt zu einem deutlich höheren Datenaufkommen und stellt Betreiber von Webseiten vor neue Herausforderungen.
Vor dem Boom der generativen KI lag der Anteil automatisierter Zugriffe laut Prince bei rund 20 Prozent. Damals dominierten vor allem Suchmaschinen-Crawler wie die von Google das Bild, daneben gab es nur wenige weitere legitime Anwendungen sowie einige schadhafte Bots. Heute jedoch wächst der Bedarf an Daten durch KI-Systeme nahezu ungebremst - und damit auch der Bot-Verkehr.
Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, seien neue technische Lösungen notwendig. Prince sprach von "Sandboxes", also temporären digitalen Umgebungen, in denen KI-Agenten Aufgaben erledigen können - etwa die Planung einer Reise - und anschließend wieder gelöscht werden. In Zukunft könnten davon Millionen pro Sekunde entstehen.
Mehr Leistung nötig
Der steigende Datenverkehr stellt auch die physische Infrastruktur des Internets vor Belastungsproben. Schon während der COVID-19-Pandemie stieg die Nutzung durch Streaming-Dienste sprunghaft an und brachte Teile des Netzes an ihre Grenzen. Anders als damals sei das Wachstum heute jedoch kontinuierlich und ohne absehbares Ende.Für Unternehmen wie Cloudflare eröffnet diese Entwicklung zugleich neue Geschäftsmöglichkeiten. Mit Dienstleistungen zur Absicherung und Beschleunigung von Webseiten sowie Schutz vor Überlastungsangriffen positioniert sich die Firma als wichtiger Akteur in der neuen KI-getriebenen Internetlandschaft. Prince sieht in der Entwicklung einen grundlegenden Wandel: Ähnlich wie der Übergang vom Desktop zum Smartphone markiere KI einen neuen Plattformwechsel.
Zusammenfassung
- Cloudflare-Chef Prince prognostiziert Bot-Dominanz im Netz ab 2027
- Generative KI durchforstet tausende Webseiten gleichzeitig nach Daten
- Vor dem KI-Boom lag der automatisierte Datenverkehr bei nur 20 Prozent
- Temporäre Sandboxes sollen KI-Agenten sichere Umgebungen bereitstellen
- Die physische Infrastruktur des Internets stößt an Belastungsgrenzen
- Cloudflare positioniert sich als Akteur in der KI-getriebenen Webwelt
- Prince vergleicht den KI-Wandel mit dem Wechsel zum Smartphone-Zeitalter
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