Preisfehler: Online-Kunde staubt 1000-Dollar-Hardware für 87 Dollar ab

Ein Systemfehler bei einem Online-Händler bescherte einem Kunden Hardware zum Spottpreis. Er sparte knapp 1000 Dollar beim Kauf von CPU, Mainboard, RAM und Wasserkühlung. Rückforderungen seitens des Händlers gibt es wohl keine.
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KTsoFresh / Reddit

Hardware fast geschenkt

Eigentlich steigen die Preise für Hardware momentan. Smartphones werden teurer, SSD-Preise explodieren und selbst für den Raspberry Pi müssen Käufer immer tiefer in die Tasche greifen. Umso spektakulärer erscheint jetzt ein kurioser Preisfehler im Shop des US-amerikanischen Online-Händlers Newegg, der einem Kunden ein unverhofftes Schnäppchen ermöglicht hat.

Beim Zusammenstellen von Komponenten für einen neuen Computer im Wert von regulär knapp 1013 Dollar (etwa 887 Euro) berechnete das System dem Käufer am Ende lediglich 87 Dollar (etwa 76 Euro). Für diesen läppischen Preis erhielt der Kunde ein Paket aus Prozessor, Mainboard, Arbeitsspeicher und Wasserkühlung. Die konkreten Komponenten waren die folgenden:



Bestellung ohne Probleme

Normalerweise kosten alleine der Prozessor und das passende Mainboard ein Vielfaches. Das bestellte Set besteht aus hochwertigen Komponenten, die für flüssiges Spielen und anspruchsvolle Anwendungen ausgelegt sind. Nach dem Abschluss des Kaufs rechnete der Käufer eigentlich mit einer Stornierung. In diesem Fall erhielt der Einkäufer die Ware jedoch ohne Verzögerungen nach Hause geliefert.

Glückspilz KTsoFresh berichtete in einem Reddit-Post von seinem Erlebnis. Er teilte dort Bilder der gelieferten Ware und bestätigte, dass das Paket tatsächlich angekommen war. Der Händler hatte die Bestellung offenbar ohne weitere Überprüfung verarbeitet und verschickt. Solche Vorfälle sind selten, da automatisierte Systeme extreme Preisabweichungen normalerweise erkennen.

Rechtliche Lage bei Irrtum

Aus rechtlicher Sicht kommt ein Kaufvertrag größtenteils erst mit dem Versand der Ware oder einer expliziten Auftragsbestätigung zustande. Eine reine Bestellbestätigung reicht oft nicht aus. Wenn ein Shop einen Fehler rechtzeitig bemerkt, kann er den Vertrag wegen Irrtums anfechten. Im vorliegenden bemerkte der Händler das Problem also entweder zu spät, oder war der Meinung, dass ein möglicher Shitstorm aufgrund einer stornierten Bestellung mehr Schaden anrichten würde, als die Ware abzuschreiben.

Unternehmen wägen bei bereits versandter Ware oft zwischen dem finanziellen Verlust und einem möglichen Imageschaden ab. Das Zurückverlangen von bereits gelieferter Hardware führt schnell zu negativer Berichterstattung in Foren und sozialen Medien.

Der Käufer kann sich auf jeden Fall über ein extrem günstiges Upgrade für seinen Rechner freuen. Da das Problem im Online-Shop von Newegg mittlerweile behoben ist, muss KTsoFresh die restlichen Bauteile wie Grafikkarte und Netzteil aber zum regulären Preis erwerben. Die Ersparnis bei der bereits erstandenen Hardware ist dennoch enorm.

Habt ihr schon einmal von einem ähnlichen Preisfehler profitiert oder wurde eure Bestellung sofort storniert? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren und diskutiert mit uns!

Zusammenfassung
  • Ein Systemfehler bei US-Händler Newegg ermöglichte Hardware zum Spottpreis
  • Kunde zahlte nur 87 Dollar statt über 1000 Dollar für Komponenten
  • Das Paket enthielt CPU, Mainboard, Arbeitsspeicher und Kühlung
  • Newegg verzichtete auf eine Stornierung und lieferte die Ware
  • Der Käufer berichtete auf Reddit über sein Schnäppchen
  • Unternehmen wägen finanziellen Verlust gegen Imageschaden ab

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